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Test Bildbearbeitung: HDR Express 1.1

15.02.2011 | 16:06 Uhr |

Das neue HDR-Tool von Unified Color ist eine abgespeckte und in der Bedienung vereinfachte Version des um die Hälfte teureren Programms HDR Expose (das es unter dem Namen 32Float auch als Plug-in-Version für Photoshop gibt).

HDR Express dient vor allem dem fotorealistischem Tonemapping wie bei dieser Abendstimmung. Das HDR-Bild resultiert aus drei Einzelaufnahmen.
Vergrößern HDR Express dient vor allem dem fotorealistischem Tonemapping wie bei dieser Abendstimmung. Das HDR-Bild resultiert aus drei Einzelaufnahmen.

Die Intention des Herstellers ist es, die Bedienung des Tools einfach zu halten und dennoch visuell ansprechende Ergebnisse schnell zu erzielen. Wir testen die deutsch lokalisierte Version 1.1. HDR Express lässt sich als Einzelapplikation oder via Export-Plugin aus Lightroom oder Aperture aufrufen. Ganze acht Tonemapping-Regler für Helligkeit, Licht/Schatten, Schwarzpunkt, Kontrast, Sättigung und Weißabgleich reichen aus, um auch Motive mit schwierigen Lichtverhältnissen zu verarbeiten.

Neben den für echtes HDR nötigen Belichtungsserien, am besten im Raw-Format , versteht sich HDR Express auch auf Einzelbildbearbeitung von Raw-Aufnahmen und üblicher LDR-Formate (Low Dynamic Range) wie TIFF und JPEG. Im Öffnen-Dialog bietet HDR Express für Belichtungsserien die Option der automatischen Ausrichtung sowie drei Optionen zum Entfernen von Geisterbildern wie bei windbewegtem Laub oder gehenden Passanten. Die HDR-Erzeugung liefert ein 32-Bit-Bild im herstellereigenen BEF-Format, bei dem Luminanz und Chromazität getrennt sind; anschließend erzeugt das Tool automatisch eine Anti-Halo-Maske, die diesen unerwünschten HDR-Effekt sehr wirkungsvoll unterdrückt. Außerdem zeigt HDR Express eine Animation des Dynamikumfangs des HDR-Ergebnisses an. Die Regelungen zum Tonemapping, vom Hersteller Dynamic Range Mapping genannt, finden direkt am 32-Bit-Bild statt.

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