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HP Color Laserjet 2840

31.07.2005 | 20:16 Uhr |

Multifunktionaler Farblaserdrucker für das kleine Büro

Erstmals gibt es einen Farblaser-Multifunktionsdrucker für unter 1000 Euro zu kaufen. Herzstzück des Multifunktionsdruckers ist das Druckwerk des Color Laserjet 2550.

Zu diesem Preis ist das Gerät ordentlich ausgestattet: Neben einem Scanner mit Dokumenteneinzug für 50 Blatt nutzt der Color Officejet 2840 ein eingebautes Fax sowie Steckplätze für die gängigen Speicherkarten. Auch eine ausklappbare Mehrzweckzuführung steht der 250 Blatt fassenden Papierkassette zur Seite.

Komfortabel geht die Installation von statten. Die Installations-CD für Mac-OS 9 und Mac-OS X bietet neben der Software-Installation eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Auspacken und Aufstellen des Geräts. Doch erst ein gutes Zusammenspiel mit dem Mac lässt ein solches Gerät auch komfortabel verwenden. Hier hat der Color Officejet 2840 einiges zu bieten, auch wenn es in der Praxis manchmal harkt. Verbindet man das Gerät via Ethernet mit dem Mac, erkennt der Rechner Dank Rendezvous den HP-Alleskönner sofort. Schwieriger ist es, das Gerät via Ethernet einzurichten. Denn der entsprechende Einrichtungsassistent von HP erkennt lediglich USB- oder TCP-Verbindungen. Im Test müssen wir beim Assistenten die TCP-Adresse manuell eingeben. Auch findet das Scanprogramm manchmal das per Ethernet verbundene Gerät nicht - erst ein Neustart des Macs hilft. Via USB-Verbindung arbeitet das Gerät reibungslos. Die Schaltzentrale nennt sich hp Director. Es zeigt ein Menüfenster an, über das man die einzelnen Programme zum scannen, Scan-zu-E-Mail und das Faxprotokoll aufrufen kann. Wem das offene Fenster stört, kann sich Aliase der einzelnen Programme in einen Ordner sortieren und so scnell über das Dock aufrufen.

Drucken

Das Druckwerk basiert auf dem Color Laserjet 2550, den wir bereits in der Macwelt 4/2005 getestet haben. Es arbeitet mit einer Revolvertromel, die dem Transferband die jeweils benötigte Farbe zuführt. Dieses Rotieren der Trommeln geht allerdings recht geräuschvoll von statten, dafür stören keine nachlaufenden Lüfter im Bereitschaftsmodus. Wie beim Color Laserjet 2550 setzt auch der Color Laserjet 2840 aus einigen Programmen wie Microsoft Word oder Apples iWork schwarzen Text aus allen Farben zusammen. Das verlangsamt nicht nur die Ausgabe sondern erhöht kräftig die Druckkosten. Hier zahlt man übrigens für den schwarzen Toner 83 Euro, für die drei Farbtoner jeweils 100 Euro. Deren Füllung reicht für 5000 Seiten beziehungsweise 4000 Seiten bei jeweils fünf Prozent Blattdeckung. Die Belichtungstrommel, fällig nach 20 000 Seiten, kostet 173 Euro. Somit bewegen sich die Druckkosten im oberen Mittelfeld vergleichbarer Farblaserdrucker. Bei der Geschwindigkeit kann der Color Laserjet 2840 gegenüber vergleichbaren Farblaserdruckwerken nur beim Druck aus dem Ruhezustand punkten. Dank seiner Instan-On-Technik braucht das Gerät keine so lange Aufheizphase nach dem Ruhezustand wie vergleichbare Farblaserdrucker. Doch ansonsten gehr das Gerät gemächlich ans Werk.

Faxen

Obwohl die Mac-Unterstützung des Color Laserjet 2840 vorbildlich ist, bietet der Alleskönner am Windows-Rechner etwas mehr. So kann man hier, eine USB-Verbindung vorausgesetzt, eingehende Faxe zu einem Window-Rechner schicken lassen. Am Mac lassen sich Faxe nur senden, das aber komfortabel über Apples eigene Faxfunktion. So lassen sich auch die Adressen direkt aus Apples Adressbuch übernehmen, eine doppelte Adressdatenbank wie bei anderen Multifunktionsgeräten bleibt einem so erspart. Über die Konfigurationsseite des Geräts, die man über den hp Director aufrufen kann, kann man die fünf Kurzwahltasten am Gerät mit gewünschten Faxnummern belegen. Auch das Adressbuch vom Gerät selber kann man so befüllen. Das Senden umd empfangen der Faxe funktioniert im Test reibungslos, alle Vorgänge protokolliert das Gerät korrekt.

Kopieren und scannen

Dank des automatischen Dokumenteneinzugs (ADF) kann man mit dem Color Laserjet 2840 bequem mehrseitige Dokumente kopieren. Auch die Geschwindigkeit ist für ein Multifunktionsgerät dieser Klasse ordentlich. Bis zu 19 Schwarz-Weiß-Kopien pro Minute soll das Gerät schaffen. In unserem Test spuckt das Gerät elf einfache Textseiten innerhalb 40 Sekunden aus und wartet auf die folgenden eingescannten Textseiten. Über das trotz vieler Funktionen übersichtliche Bedienfeld am Gerät kann man eine Scanvorlage zum Mac schicken. Dort öffnet ein vorgewähltes E-Mail-Programm, im Test Apple Mail, mit der eingescannten Vorlage als Anhang. Voreinstellen kann man für diese Funktion neben dem E-Mail-Programm die Auflösung sowie den Dokumententyp, beispielsweise PDF pder JPEG.

Fazit

Bislang bietet nur HP einen multifunktionalen Farblaserdrucker in dieser Preisklasse an. Überzeugend sind die vielen sinnvollen Funktionen sowie die insgesamt gute Zusammenarbeit mit dem Mac. Weniger schön ist die gewählte Basis, denn der Drucker liefert zwar eine gute Druckqualität, arbeitet dafür vergleichsweise langsam und setzt aus einigen Programmen das Schwarz aus allen Farben zusammen. mas

Note : gut 2,3

Vorzüge gute Mac-Integration, hoher Funktionsumfang

Nachteile Drucker stetzt unter Mac-OS X 10.3.x

Alternative Tintenstrahlbasierter Multifunktionsdrucker

Preis : € (D) 960, € (A) 994, CHF 1315

Technische Angaben

Systemvoraussetzungen : ab Mac-OS 9.2.2, USB- oder Ethernetanschluss

Drucker : Farblaser, 600 dpi, 4-pass Trommelmagazin; Papiervorrat: 250 Blatt Kassette, 125 Blatt Mehrzweckzufuhr; Scanner: CCD-Farbscanner mit ADF (50 Blatt), Scanauflösung: 1200 lpi, 24 Bit; Fax: 33,6 kBit/s, 300 dpi, 4 MB Speicher, 120 Kurzwahlspeicher, 5 Kurzwahltasten; Maße in cm (B x H x T): 50 x 57 x 53; Garantie: Ein Jahr Vor-Ort

Info Hewlett-Packard, www.hp.com/de

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