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Hotkey: Eigene Tastaturkürzel für beliebige Aufgaben

30.05.2016 | 16:32 Uhr |

Mit Hotkey aus dem Mac App Store lassen sich flott eigene Tastaturkürzel festlegen, um Programme zu starten.

Update, 30. Mai:

Manchmal ist es richtig erfreulich – erst in der vergangenen Woche haben wir unseren Test zu Hotkey veröffentlicht und bemängelt, dass das Tool nicht warnt, wenn man bereits belegte Tastaturkürzel verwenden will. Das ist hier im Test ausführlich nachzulesen. Und mitgelesen hat ganz offensichtlich auch Entwickler Peter Vorwieger, der uns mitteilt:

”Sie schreiben, die Anwendung warnt nicht davor, wenn man etwa systemweite oder schon anderswie vergebene Tastaturkürzel auswählt. Dieses Problem habe ich in der aktuellen Version behoben, die jetzt verfügbar ist.”


Das haben wir natürlich sofort nachgeprüft und können bestätigen: es stimmt. Der neue Screenshot belegt dies auch. So kann man nun getrost mit Hotkey Tastaturkürzel für Programme und Ordner anlegen, ohne befürchten zu müssen, wichtige Tastenkombinationen würden dann nicht mehr funktionieren. Dafür muss freilich noch einmal deutlich erfindungsreicher sein, um passende Hotkeys zu ersinnen. 
Die überarbeitete Version 1.2.3 gibt es wieder im Mac App Store , wer das Tool bereits auf seinem Rechner installiert hat, muss lediglich auf ”Aktualisieren” klicken.

Nachtrag: Hotkey warnt nun auch vor Tastaturkürzeln, die das System bereits in Verwendung hat.
Vergrößern Nachtrag: Hotkey warnt nun auch vor Tastaturkürzeln, die das System bereits in Verwendung hat.

”Konsolen-Cowboys” nannte der berühmte Science-Fiction-Autor William Gibson Hacker, die in seinem epochalen Roman ” Neuromancer ” (1984) ihren Code für die virtuelle Realität, den Cyberspace, eingaben. Gibson war übrigens äußerst Apple-affin und hat zumindest damals seine Bücher auf Rechnern aus Cupertino verfasst.

Auch in der Gegenwart bevorzugen viele Mac-Anwender flotte Tastaturkürzel, um etwa Programme oder Ordner öffnen zu können, ohne langwierige Umwege mit der Maus nehmen zu müssen. Dazu gibt es diverse Programmstarter wie etwa Alfred , und selbst über das OS X-systemeigene Spotlight funktioniert das schon ganz gut, wenn man die Anfangsbuchstaben eines Programms eintippt. Doch in Hotkey vergibt der User selbst gezielt Tastaturkürzel, um Programme oder Ordner ohne Umstand zu öffnen. In einem kleinen Arbeitsfenster, in dem zwei Tastaturkürzel zum Öffnen des Terminals sowie zum Einblenden der Zwischenablage in Großbuchstaben oder deutlich vergrößerten Zahlen schon vorgegeben sind (wie man es von Telefonnummern aus Kontakte kennt), kann man leicht weitere Shortcuts eingeben. Dazu wählt man im Dialogmenü das entsprechende Programm aus und vergibt frei ein Tastaturkürzel. Hierbei ergibt sich jedoch unter Umständen ein Problem, weil Hotkey nicht davor warnt, wenn man etwa systemweite oder schon anderswie vergebene Tastaturkürzel auswählt. So haben wir es beispielsweise für das Öffnen eines Programms mit Befehlstaste-H probiert – das hat auch funktioniert, aber anschließend ließen sich nicht mehr beliebige Programmfenster einfach durch diese Tastenkombination verbergen (”H“ steht für ”hide“). Dies ließe sich also zweifellos verbessern.

Wer dann doch ein bisschen mehr in der ”Konsole” arbeiten will, kann dazu nach den Ausführungen des Autors von Hotkey, Peter Vorwieger, AppleScript nutzen und mithilfe eines Terminal-Kommandos die Funktionen von Hotkey erweitern, um im Finder ausgewählte Dateien oder Ordner direkt mit den konfigurierten Programmen zu öffnen. Dies beschreibt er auf seiner eigenen Homepage Codenuts .

Ansonsten gibt es das, von dem ungelösten Konflikt mit bereits vergebenen Tastaturkürzeln abgesehen, durchaus nützliche Tool, das sich automatisch mit dem Start von OS X öffnen lässt, im Mac App Store , derzeit in der Version 1.2.2, Voraussetzung ist mindestens OS X 10.11. Die Kosten dafür liegen bei knapp 1 Euro.

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