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Im Praxistest: Fujitsu Scansnap iX 100

26.02.2015 | 13:00 Uhr |

Der mobile Einzugsscanner lässt sich sowohl über USB als auch per WLAN betreiben, Letzteres sowohl am Mac als auch unter iOS und Android. Im kabellosen Betrieb hält der Akku aber nicht sehr lange durch

Der ScansnapiX100 von Fujitsu ist ein mobiler Einzugsscanner, den man alternativ entweder über USB oder per WLAN mit einem Mac betreibt. Außerdem gibt es die App „ ScanSnapConnect “ für iOS, Android und Kindle Fire, mit der man über das drahtlose Netz direkt auf das mobile Gerät scannt. Beim drahtlosen Betrieb hat man die Wahl, den Scanner entweder in ein bestehendes WLAN zu integrieren oder ihn ein eigenes WLAN aufbauen zu lassen.

Für die Einrichtung verwendet man auf dem Mac das Programm „ScanSnap Wireless Setup Tool“, während das USB-Kabel angeschlossen ist. Ein Assistent führt in wenigen Schritten durch die Einstellungen. Der WLAN-Betrieb hat jedoch einen großen Nachteil: die kurze Laufzeit des Akkus. Nach knapp 45 Minuten und rund 80 Scans ist im Test der zuvor voll geladene Akku wieder leer und der Scanner muss zum Aufladen des Akkus per USB-Kabel an einen Mac oder an ein USB-Ladegerät angeschlossen werden. Mitgeliefert wird ein Ladegerät aber nicht.

Zügige Arbeitsweise

Das Scannen funktioniert im Test sowohl am Mac als auch mit der mobilen App problemlos. Die Vorlagen werden einwandfrei eingezogen und entweder direkt auf geradem Weg an der Rückseite ausgegeben oder alternativ bei geöffnetem Deckel nach oben umgeleitet, wenn hinter dem Scanner wenig Platz ist. Der Scanner hat aber nur eine Scanzeile, sodass man ein Dokument zwei Mal einlegen muss, um beide Seiten zu erfassen. Für eine DIN-A-4-Seite benötigt er jeweils rund fünf Sekunden. Auf dem Mac ist das Programm Scansnap Manager für die Einstellungen und die Verbindung zum Scanner zuständig. Dort wählt man unter anderem zwischen PDF und JPEG als Dateiformat aus, bestimmt die Auflösung und den Farbmodus und legt den Speicherort fest.

Für PDFs lässt sich zudem die Texterkennung aktivieren, damit diese durchsuchbar sind. Die Texterkennung ist bei unseren Testdateien sehr gut, was wir außerdem durch den Export in Word-Dokumente überprüfen. Darüber hinaus lässt sich festlegen, was anschließend mit den gescannten Dokumenten geschehen soll. Man kann sie zum Beispiel an den Scansnap Organizer weiter leiten und mit diesem verwalten, die Scans per E-Mail verschicken, direkt ausdrucken, in Office-Dateien umwandeln, Bilder an iPhoto übergeben oder die PDFs und Bilder in einem Ordner oder in der Dropbox ablegen lassen. Verschiedene Einstellungen speichert man als Profil und wählt dann das jeweils gewünschte vor dem Scannen aus.

Scannt man Visitenkarten, lassen sich die Scans an das ebenfalls mitgelieferte Programm Card Minder übergeben und von dort aus in das Programm Kontakte von OS X exportieren. Im Test kommen alle Angaben in den richtigen Datenfeldern an. Die mobile App bietet ähnliche Einstellungen wie der Scansnap Manager, eine Profilverwaltung und eine Texterkennung gibt es aber nicht. Letztere lässt sich aber nachträglich auf dem Mac durchführen.

Empfehlung

Wer öfter Unterlagen, Rechnungen und Visitenkarten erfassen und diese als durchsuchbares PDF speichern möchte, bekommt mit dem Scansnap iX 100 ein gutes und flottes Werkzeug. Zudem kann man den Scanner außer mit dem Mac auch direkt mit einem Tablet oder Mobiltelefon einsetzen.

Fujitsu Scansnap iX100

Hersteller: Fujitsu

Preis: € 220, CHF 236

Note: 1,6 gut

Leistung (50 %)                              1,4

Qualität/Ausstattung (30 %)          1,3

Handhabung (10 %)                       2,0

Ergonomie (10 %)                           3,2

+ Schnell, gute Softwareausstattung, handlich

– Akku hält nur kurze Zeit durch, kein beidseitiges Scannen

Größe (L x B x H) 273 x 47,5 x 36 mm; Gewicht 400 g

Alternativen: Brother DS-820W

 

 

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