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Im Test: NAS-Leergehäuse Synology Diskstation DS215j

24.06.2015 | 09:00 Uhr |

Die NAS Diskstation DS215j geht flott ans Werk und lässt sich mit vielen zusätzlichen Funktionen ausstatten, bietet aber schon mit den Standardoptionen die wichtigsten Optionen für den Privatgebrauch

Die Diskstation 215j von Synology ist für Privatanwender gedacht, die Daten zentral speichern und auf diese von mehreren Geräten aus zugreifen möchten. Das aus weißem Plastik gefertigte Leergehäuse nimmt entweder zwei 3,5-Zoll-Festplatten oder zwei Platten/SSDs mit 2,5-Zoll auf. Für Letztere muss man die Träger zusätzlich erwerben. Im Test verwenden wir zwei 3,5-Zoll-Festplatten Seagate Surveillance HDD mit jeweils 2TB , maximal 16 TB unterstützt die Diskstation. Die Platten werden im Gehäuse verschraubt, sind also nicht im laufenden Betrieb zu wechseln. Zur Kühlung ist ein großer Lüfter auf der Rückseite verbaut, der dauerhaft, aber langsam dreht und darum im Betrieb vom Festplattengeräusch übertönt wird. Insgesamt ist die Geräuschkulisse aber zu groß, um die Diskstation direkt an den Arbeitsplatz zu stellen. Als Betriebssystem dient der Diskstation Manager , aktuell in Version 5.2, der während der Einrichtung aus dem Netz geladen und installiert wird. Standardmäßig werden die Festplatten bei der Konfiguration im Format Synology Hybrid RAID (SHR) eingerichtet, das ähnlich wie RAID 1 Datensicherheit beim Ausfall einer Platte bietet. Über die Manager-Software lässt sich das RAID-Format nachträglich ändern, oder man kann die Platten als Einzellaufwerke einrichten.

Umfangreiche Software

Ein besonderes Merkmal der Synology-Software sind die vielen Pakete, die man zusätzlich installieren kann, um dem NAS weitere Funktionen hinzuzufügen. Darunter ein iTunes-Server, mit dem sich auch Filme abspielen lassen, ein DNLA-Medienserver sowie Server für die Verwaltung von Fotos, Musik und Bildern. Zudem gibt es jeweils Entsprechungen als App für iOS und Android. Aber auch ohne zusätzliche Module kann man auf dem Mac im Finder auf alle Daten und Medien zugreifen und unter iOS über die App DS File. In der App lassen sich Musik und Filme abspielen, Bilder anschauen sowie Office- und iWork-Dokumente und PDFs anzeigen. Legt man sich bei Synology ein Konto für „QuickConnect“ zu, ist der Zugriff auch über das Internet möglich, ohne dass man hierfür Einstellungen vornehmen muss. Die Verbindung wird jeweils über Synology hergestellt. Die Diskstation bietet zudem die Möglichkeit, eine Freigabe für Time-Machine-Backups einzurichten.

Solide Geschwindigkeit

Um die Geschwindigkeit zu testen, schließen wir das Laufwerk direkt per Ethernet-Kabel an ein Macbook Pro an. Beim Schreiben einer großen Filmdatei messen wir rund 97 MB/s, beim Lesen etwas mehr als 110 MB/s. Diese Werte entsprechen den Angaben von Synology über die möglichen Transferraten. Bei einem Ordner mit 2600 Einzeldateien liegt die Schreibgeschwindigkeit bei 20 MB/s, beim Lesen gehen rund 27 MB/s über das Kabel.

Empfehlung Synology Diskstation DS215j

Die Synology Diskstation DS215j bietet aufgrund des umfangreichen Softwareangebots viele Optionen und ist ausreichend schnell für den Einsatz im Privatbereich. Zudem ist die Einrichtung der Grundfunktionen auch für Neulinge kein Problem, für die zusätzlichen Optionen muss man dann aber doch ein Blick in die Hilfe werfen.

Synology

www.synology.de

Preis:

€ 160, CHF 167

Leistung (50%)

1,4

Ausstattung (10%)

2,0

Handhabung (30%)

2,0

Ergonomie (10 %)  

1,8

Plus:

Netzschalter, viele Softwarepakete, bequemer Zugriff über das Internet

Minus:

Vielfalt der Funktionen für Einsteiger etwas schwierig

  Größe (L x B x H) 225,5 x 100 x 165 mm, Gewicht 880 g; Anschlüsse: 1x Gigabit-Ethernet, 1x USB 3.0, 1x USB 2.0; Stromverbrauch: Aus 0,2 W, Standby 5,8 W, Zugriff 15 W; 2 Jahre Garantie  

Alternativen

WD My Cloud Mirror, Buffalo Linkstation 220

1,7

Note: gut

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