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Im Test: Zwei SSD-Speicher mit USB 3

02.10.2014 | 13:40 Uhr |

SSDs nehmen nicht nur im Mac den Platz der Festplatte ein, sondern erobern nun nach und nach auch die externen Speicher. Zwei schnelle und besonders handliche Exemplare haben wir getestet

Braucht man unterwegs mehr schnellen Speicher, als im Macbook eingebaut ist, sind SSD-Laufwerke mit USB-3.0-Anschluss eine sinnvolle Lösung, da sie deutlich flotter ans Werk gehen, als Festplatten und zudem wenig Platz und Gewicht im Reisegepäck beanspruchen.

Die SSD2go Pocket von Angelbird gibt es in drei Speichergrößen (128/256/512 GB) und vier Farben (Silber, Schwarz, Rot und Blau). Getestet haben wir die größte Variante. Das Aluminiumgehäuse macht einen sehr soliden Eindruck, geht sparsam mit den Maßen und dem Gewicht um, und auch das kurze USB-Kabel ist gut verarbeitet. Der österreichische Hersteller gewährt fünf Jahre Garantie.

Noch deutlich kompakter präsentiert sich die mSSD von Freecom , die es mit 128 und 256 GB gibt. Auch hier testen wir den größeren Speicher. Das Gehäuse kommt mit seinen Maßen und einem Gewicht von weniger als 30 Gramm fast an einen USB-Stick heran. Leider ist das mitgelieferte USB-Kabel starr und sperrig, und die Garantie beträgt nur zwei Jahre.

Beiden Laufwerken liegt jeweils Software bei. Angelbird packt unter anderem die Programme Parallels Desktop und Bitwig Studio bei, jedoch jeweils mit einem Zeitlimit von sechs beziehungsweise drei Monaten. Freecom liefert ein Formatierungsprogramm mit, das die Einrichtung für Mac oder PC mit einem Mausklick erledigt und damit einfacher zu bedienen ist, als das Festplattendienstprogramm, sowie ein Löschprogram für die Daten. Letzteres stellt jedoch seine Arbeit sofort mit einer Fehlermeldung ein. Angelbird bietet zudem einen Treiber für OS X, der die Unterstützung von SMART und TRIM bieten soll. Er befindet sich zum Testzeitpunkt noch im Betastadium, weshalb wir ihn nicht bei der Bewertung berücksichtigen.

Die Messergebnisse

Nichts auszusetzen haben wir an der Arbeitsgeschwindigkeit unserer Testgeräte, die wir an einem aktuellen Mac Pro messen. Wir schreiben und lesen im Finder jeweils eine große Filmdatei auf beziehungsweise vom Laufwerk sowie einen Ordner mit über 2800 Einzeldateien. Die Schreibraten liegen für den Film bei Angelbird im Schnitt bei 376 MB/s und bei Freecom bei 366 MB/s, die Leseraten bei 360 MB/s und bei 356 MB/s. Bei den vielen Einzeldateien reduziert sich die Rate beim Schreiben auf 277 MB/s beziehungsweise 269 MB/s sowie beim Lesen auf 283 MB/s und 277 MB/s. Setzen wir das Testprogramm Disk Speed Test von Black Magic ein, schafft der Datenspeicher von Angelbird beim Schreiben im Schnitt 355 MB/s und derjenige von Freecom 339 MB/s. Die Leseraten sind mit 352 MB/s und 353 MB/s fast gleich. Bauartbedingt sind von beiden Laufwerken keinerlei Geräusche zu vernehmen, die Gehäuse werden jeweils gut warm, jedoch nicht heiß.

Empfehlung

Mit keinem der beiden Speicher macht man einen schlechten Kauf. Wer besonderen Wert auf lange Garantie und besonders viel Speicherplatz legt, kommt an der SSD2go Pocket von Angelbird nicht vorbei. Hosentaschentauglicher ist die mSSD von Freecom, sie bietet aber maximal 256 GB Speicherplatz.

Angelbird SSD2go Pocket 512 GB

Hersteller: Angelbird

Preis: € 400, CHF 485

Note: 1,4 sehr gut

Leistung (60%)                 1,4

Ausstattung (20%)            1,5

Handhabung (10%)           1,0

Ergonomie (10%)              2,0

Vorzüge: Solides Gehäuse, fünf Jahre Garantie

Nachteile: Mitgelieferte Software zeitlich limitiert

Maße (L x B x H) 89 x 70 x 10 mm; Gewicht 102 g

Alternativen: Diverse SSD-Laufwerke

Freecom mSSD 256 GB

Hersteller: Freecom

Preis: € 210, CHF 255

Note: 1,6 gut

Leistung (60%)                 1,5     

Ausstattung (20%)            2,0

Handhabung (10%)           1,0

Ergonomie (10%)              2,0

Vorzüge: Sehr kompakt

Nachteile: Programm Eraser funktioniert nicht

Maße (L x B x H) 77 x 34 x 8 mm; Gewicht 26 g

Alternativen: Diverse SSD-Laufwerke

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