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Inmotion IM7

29.07.2005 | 22:10 Uhr |

Kraftvolle iPod-Lautsprecher im Boombox-Design

Altec Lansing in Motion iM7
Vergrößern Altec Lansing in Motion iM7

Bose hat es mit dem Sounddock vorgemacht, nun zieht der direkte Konkurrent Altec Lansing nach: Mit dem Inmotion IM7 allerdings legt der amerikanische Hersteller von Soundsystemen noch einmal kräftig drauf. Das Gerät lehnt sich zwar optisch an das Sounddock an, kommt aber im klassischen Boombox-Design daher und bietet wesentlich mehr Klangfülle als der Konkurrent von Bose. Zwei Hoch- und zwei Mitteltöner werden von 4 Subwoofern unterstützt, die nicht, wie beim Sounddock, nach vorne sondern zu den Seiten hin abstrahlen. Dadurch erreicht das IM7 einen wesentlich besseren Raumklang und differenziertere Mitteltöne, die nicht durch starke Bässe überlagert werden. Lediglich bei sehr hohen Lautstärken beginnt das IM7 zu klirren. Beim Sounddock hingegen verwaschen die Töne schon bei niedriger Lautstärke, störend insbesondere bei klassischer Musik. Dafür klirrt das Sounddock nicht, auch wenn man es voll aufdreht.

Spartanisches Sounddock

Der größte Vorteil des IM7 ist gleichzeitig der größte Nachteil des Sounddock: Per Fernbedienung lassen sich am IM7 Höhen und Tiefen einstellen, beim Sounddock beschränkt sich die Einstellung auf die Lautstärke. Das ist insbesondere dann ein Nachteil, wenn man von Rock zu Jazz zu Klassik wechselt - bei letzterer muss man fast immer die Bässe zurück nehmen, die bei beiden Systemen sonst zu stark ausgelegt sind. Wer keinen ausgiebigen Gebrauch vom iPod-Equalizer macht, ist hier auf die Einstellmöglichkeit zwingend angewiesen.

Auch in punkto Ein- und Ausgänge hat Altec Lansing die Nase vorn: Ein Hilfseingang lässt auch andere Musikquellen zu, Kopfhörer finden ebenso Anschluss wie ein Fernseher per Composite- oder S-Video-Stecker. So lässt sich die Diashow auf das TV-Gerät übertragen, der Sound kommt aus dem IM7. Beim Sounddock sucht man Anschlüsse vergeblich, nicht einmal einen Toneingang hat Bose spendiert, mit dem sich andere Tonquellen, etwa ein Powerbook oder ein iPod Shuffle, betreiben ließen.

Dock-Funktionalität sucht man an beiden Geräte vergeblich. Zwar laden beide den iPod-Akku auf, sie lassen sich aber nicht an Mac oder PC anschließen. Um neue Songs auf den iPod zu laden taugen beide nicht.

Fazit

Bose gebührt die Ehre, als erste eine Soundanlage für den iPod entwickelt zu haben, die diesen Namen auch verdient. Mit dem IM7 bringt Altec Lansing nun ein Gerät auf den Markt, das dem Original von Bose in jeder Hinsicht überlegen ist. Hier sollte Bose schnell nachlegen und das nächste Sounddock weniger spartanisch ausstatten. Bis dahin ist das Gerät von Altec Lansing die eindeutig bessere Wahl. sh

Technische Angaben

Note: 2,2 gut

Vorzüge kräftiger, differenzierter Sound, gute iPod-Integration, Höhen und Tiefen verstellbar, Fernbedienung, diverse Ausgänge, niedriger Stromverbrauch, Batteriebetrieb möglich

Nachteile keine Dock-Funktionalität, keine Anzeigen, Klirren bei hohen Lautstärken

Preis € (D) 300, € (A) 300, CHF 470

Abmessung: (H/B/T in cm) 16,5 x 42,5 x 16,5

Gewicht: 3,7 kg

Stromaufnahme: Aus: 4 Watt, Standby: 15 Watt, An: 30 bis 40 Watt

Info Altec Lansing, www.alteclansing.de

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