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Test: Iomega EZ 1 TB

07.08.2012 | 14:36 Uhr |

Iomega bietet mit dem EZ Media & Backup Center nun ebenfalls ein Netzlaufwerk an, auf das man nicht nur vom Mac aus, sondern auch über iOS zugreifen kann.

Das Iomega EZ Media & Backup Center ist mit einer Seagate-Festplatte mit einem Terabyte Kapazität ausgestattet (weitere Varianten des NAS gibt es mit zwei und drei Terabyte). Das Netzlaufwerk wird über einen Browser konfiguriert. Da das Gerät Apples Technologie Bonjour unterstützt, erscheint es automatisch in Safari sowie im Finder. Time Machine erkennt das NAS ebenfalls, Probleme beim Backup treten im Test nicht auf. Wie bei anderen NAS-Laufwerken lassen sich Benutzer und Freigaben einrichten, Standardfreigaben für Filme, Musik und Bilder sowie für Dokumente und das Backup sind schon ab Werk vorhanden. iTunes erkennt die auf dem NAS abgelegten Musiktitel, nicht jedoch – wie bei vergleichbaren NAS-Laufwerken anderer Hersteller – Filme und TV-Sendungen. Außerdem lassen sich sogenannte aktive Ordner auf dem Iomega EZ anlegen, über die Bilder automatisch zu Flickr oder Facebook und Videos zu Youtube übertragen werden, wenn man das Laufwerk mit diesen Diensten verknüpft.

Personal Cloud

Iomega bietet auch eine Personal Cloud an, um über das Internet auf das NAS zuzugreifen. Dazu muss man jedoch im Router ein Port Forwarding einrichten, wenn der Router – wie beispielsweise die Airport-Stationen – UPnP nicht unterstützt. Das dürfte viele Anwender jedoch überfordern, da es hierfür keine Anleitung gibt. Dass es auch einfacher geht, zeigt Western Digital mit seinem NAS-Laufwerk My Book Live. Personal-Cloud-Optionen haben jedoch unabhängig vom jeweiligen Anbieter den Nachteil, dass die Zugriffsgeschwindigkeit auf das Laufwerk über das Internet von der Upload-Geschwindigkeit des DSL-Anschlusses abhängt, hinter dem das NAS installiert ist. Bei langsamen Verbindungen schränkt dies den Nutzwert stark ein.

Zusätzlich gibt es die kostenlose App Iomega Link für iOS, über die man auf die Freigaben und die Inhalte auf dem NAS zugreift. Hier muss Iomega aber noch nachbessern: Beim Zugriff auf die freigegebenen Verzeichnisse erscheinen auch alle unter OS X unsichtbaren Objekte und beim Medienzugriff erhält man die Musiktitel als lange Liste angezeigt, ohne Möglichkeit, nach Album oder Interpret zu sortieren. Es gibt nur eine Suchfunktion für die Titelnamen. Bilder muss man zudem einzeln öffnen und kann nicht einfach per Wischbewegung zwischen ihnen blättern. Auch hier gibt es NAS-Hersteller, die komfortablere Apps anbieten.

Langsame Arbeitsgeschwindigkeit

Um die Geschwindigkeit des Laufwerks zu messen, schließen wir es direkt per Ethernet-Kabel an einen Mac Mini an und kopieren eine Filmdatei mit 5,29 Gigabyte auf das NAS und von dort zurück. Die Schreibgeschwindigkeit liegt dabei bei mäßigen 18,1 MB/s, beim Lesen sind es immerhin 57 MB/s. Ein zum Vergleich gemessenes My Book Live (ebenfalls mit einem Terabyte Kapazität) erreicht 32,1 MB/s beim Schreiben und 76 MB/s beim Lesen. Auch der USB-Anschluss des Iomega EZ glänzt nicht mit Geschwindigkeit. Wir kopieren dieselbe Filmdatei direkt von der Festplatte des NAS auf eine USB-2-Festplatte und von dort zurück und messen 12,3 MB/s beim Lesen und 14,2 MB/s beim Schreiben. Direkt an einen USB-Port des Mac Mini angeschlossen, erreichen wir mit demselben Laufwerk 40,4 MB/s beim Lesen und 36,2 MB/s beim Schreiben. Der Stromverbrauch, den wir über 24 Stunden messen, liegt bei durchschnittlich 8,1 Watt, gemessen ohne externes USB-Laufwerk.

Empfehlung

Iomega ist mit diesem Laufwerk kein Meisterstück gelungen. Einerseits ist die Schreibgeschwindigkeit im Vergleich zu anderen Anbietern zu niedrig, und auch der USB-Anschluss ist sehr langsam. Andererseits ist die Software für iOS nicht ausgereift. Außerdem könnte der Stromverbrauch niedriger sein, vergleichbare Geräte brauchen weniger.

Iomega EZ 1 TB

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