977820

Kalibrierbare LCD-Displays (I)

27.09.2007 | 12:17 Uhr |

Was zu Hause schon mal ärgert, kann in der Druckvorstufe zum ernsthaften und vor allem teueren Problem werden: falsche Farben. Ein wichtiges Glied in der Kette des Farbmanagements ist der Monitor. Vier Hardware kalibrierbare Exemplare stellen sich unserem Test.

Vier kalibrierbare Monitore
Vergrößern Vier kalibrierbare Monitore

Farben sind nicht gleich Farben. Jeder Monitor stellt Farben anders da. Da wird aus einem leuchtenden Gelb schnell mal ein schmutziges Grüngrau. Um das zu verhindern, kann man Monitore kalibrieren. Besonders gut schlagen sich dabei die Geräte, die sich per Hardware einmessen lassen.

Der Wunsch nach einer einheitlichen Farbdarstellung kommt ursprünglich von professionellen Anwendern aus dem Druckgewerbe. Und genau hier ist die Technik auch am weitesten fortgeschritten. Besonders wenn es um teure Anzeigenseiten geht, müssen die Farben am Monitor möglichst genauso aussehen wie später auf dem fertig gedruckten Erzeugnis. Die Lösung: Kalibrieren und Profilieren. Beim Kalibrieren wird die Monitordarstellung auf bestimmte Normwerte eingestellt. Das sind in erster Linie der Weißpunkt, also die „Farbe“ des Weiß, die durchaus nicht immer gleich ist. Der Weißpunkt wird in Grad Kelvin angegeben. In der Druckvorstufe hat sich 5000 Grad etabliert, ein Wert, der ein etwas gelblicheres Weiß erzeugt, in etwa so, als würde man ein Blatt Papier in direktes Sonnenlicht halten. Beim Fernsehen, auf Videos und in Büroanwendungen hingegen benutzt man 6500 Grad Kelvin. Hier ist das Weiß ein wenig ins Blaue verschoben.

Die Zweite Messgröße, die beim Kalibrieren angepasst wird ist die Gammakurve. Sie gibt an, wie die mittleren Helligkeiten dargestellt werden. Weiß bleibt also weiß und Schwarz bleibt Schwarz, aber die Abstufungen dazwischen folgen einem bestimmten Kurvenverlauf.

Auch hier gibt es Unterschiede zwischen der Druckvorstufe und der Fernseh/Videowelt. Im Druckgewerbe benutzt man einen Gammawert von 1,8 bei Fernsehproduktionen oder im Büroumfeld hingegen 2,2.

Nach dem Kalibrieren benötigt man noch ein Profil, das die Möglichkeiten des Monitors und seine Grenzen beschreibt. Darin werden der Weißpunkt, die Gammakurve und der Farbraum, also die Anzahl der Farben die der Monitor darstellen kann festgehalten.

0 Kommentare zu diesem Artikel
977820