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Die Kamera des iPhone 4

08.07.2010 | 15:30 Uhr |

Apple hat die Kamerafunktion beim iPhone 4 verbessert. Wir zeigen die Neuerungen der Kamera in der Praxis und zeigen die Unterschiede und Schwächen.

iPhone 4 Kamera Teaser
Vergrößern iPhone 4 Kamera Teaser

Apple hat bei der Vorstellung des iPhone 4 viel Zeit darauf verwendet, die Vorzüge der neuen Kamera vorzuführen. Sogar ein aufwändiges Beispielvideo hat man produziert, das die Bildqualität verdeutlichen soll. Dieses ist zwar mit Tricks wie Kameraschlitten entstanden, dennoch merken auch normale Nutzer den Unterschied zum iPhone 3GS im Alltag deutlich.

Die Stärken der neuen Kamera

Die Auflösung der Fotofunktion ist von drei auf fünf Megapixel gewachsen. Gleichzeitig hat Apple den Bildsensor vergrößert, den wesentlichen Teil einer jeden Digitalkamera. Ein größerer Sensor bedeutet, vereinfacht gesagt, mehr Lichtempfindlichkeit und damit bessere Bilder. Die Videofunktion ist ebenfalls deutlich aufgewertet: statt VGA- gibt es jetzt 720p-Auflösung. Das heißt im Klartext. 1280 mal 720 statt 640 mal 480 Pixel, rund drei mal so viele Bildpunkte.

Doch nicht nur die Kamera selbst ist neu, Apple hat auch die Peripherie verbessert. Erstmals gibt es einen Blitz, beziehungsweise eine LED-Leuchte, die in dunken Umgebungen für etwas zusätzliches Licht sorgt. Diese kann man bei Fotos und Filmaufnahmen verwenden. In der Praxis ist die Wirkung dieser Leuchte aber begrenzt. der LED-Blitz ist zwar erstaunlich hell, erleuchtet die Umgebung aber nicht annhähernd so hell wie ein gewöhnlicher Blitz.

Neben dem Blitz hat Apple auch eine zweite Kamera eingebaut. Diese dient hauptsächlich für die Videotelefonie Facetime. Doch auch mit der Kamera-App kann man die Zweitlinse nutzen. Auch als Taschenspiegel, für Selbstporträts oder später einmal für Videochats mit Skype und Co. Man schaltet einfach zwischen den beiden Kameras hin und her. Die Auflösung der Frontkamera ist auf 640 mal 480 Pixel beschränkt, die Bildqualität nur mäßig.

Vergleich zum Vorgänger

Jeweils ein kleiner Ausschnitt in Originalgröße aus Fotos des iPhone 4 und 3GS.
Vergrößern Jeweils ein kleiner Ausschnitt in Originalgröße aus Fotos des iPhone 4 und 3GS.

In der Praxis fällt der Unterschied zum iPhone 3GS sofort auf, auch ohne den direkten Vergleich. Die Fotos sind schärfer, lassen Details nicht so leicht untergehen und zeigen eine ordentliche Farbdarstellung. Bei Videos ist die HD-Auflösung ein besonders drastischer Sprung. Statt nur ein Gimmick zu sein, macht sich die Videofunktion jetzt tatsächlich nützlich und kann für Urlaubserinnerungen und Co. ausreichen.

Die Videofunktion im Vergleich. Die Schärfe und Details fallen sofort auf.
Vergrößern Die Videofunktion im Vergleich. Die Schärfe und Details fallen sofort auf.

Bei Videoaufnahmen ist der Bildausschnitt etwas kleiner als bei Fotos, wirkt also wie mit größerer Brennweite aufgenommen. Dies liegt daran, dass die Kamerafunktion nicht die gesamte Fläche des Bildsensors nutzt. Im Vergleich zum iPhone 3GS ist das iPhone 4 generell etwas weitwinkliger. Neu ist auch der digitale Zoom, den auch ältere iPhone-Modelle mit iOS 4 erhalten haben. Dieser ist jedoch kaum sinnvoll, da sich die Bildqualität dadurch enorm verschlechtert. Beim iPhone 4 sind die Reserven dafür aber am größten, sodass das Bild erst bei stärkerem Zoom extrem verwaschen wirkt.

In unserem kurzen Vergleichsvideo sieht man, dass Welten zwischen dem iPhone 3GS und dem iPhone 4 liegen. Sie können sich das Video hier herunterladen .

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