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Kameras für alle Fälle

17.07.2007 | 13:33 Uhr |

Im Macwelt-Test müssen die Superzoomkameras zeigen, welche Bildqualität sie liefern. Mit dem Mac arbeiten alle getesteten Modelle ohne zusätzlichen Treiber zusammen.

Bildqualität

Nach dem DC-Tau-Testverfahren ermitteln wir im Labor die Bildqualität der Kameras. Unter günstigen Lichtverhältnissen liefern alle Testkandidaten gute bis sehr gute Fotos. Wer allerdings häufig Architekturaufnahmen erstellt, sollte auf eine Kamera mit möglichst geringer Verzeichnung achten, wie die Olympus mju 780. Die äußerst kompakten Kameras von Casio und Samsung sind dafür weniger geeignet. Bei ihnen bleibt das Objektiv auch im Betrieb vollständig im Kameragehäuse, das macht sich jedoch mit Verzeichnungen und bei der L77 mit der deutlichsten Randabdunklung im Test bemerkbar. Allerdings fällt dies in der Praxis nur bei Motiven mit geraden Linien auf.

Das Auflösevermögen der Objektive ist in der Bildmitte am größten und nimmt zu den Rändern ab – je weniger, desto besser ist das Objektiv. Merkwürdige Ergebnisse liefert die Caplio R6: Die Auflösung in der Bildmitte ist im Weitwinkel über 110 Prozent, was auf eine verstärkte Artefaktbildung im Bild und somit bei Schwächen in der Signalverarbeitung schließen lässt. Auch die aggressive Scharfzeichnung und das vergleichsweise hohe Farbrauschen der Ricoh-Kamera sind auf Schwächen der Signalverarbeitung zurückzuführen. Einen sehr starken Abfall der Auflösung bemerken wir zudem im Telebereich – hier liegt sie in der Bildmitte zwar immerhin noch im guten Bereich von 80 Prozent, fällt zum Bildrand jedoch sehr stark weit unter 50 Prozent ab. Ebenfalls einen starken Abfall der Auflösungskurve bemerken wir bei der Mju 780, hier allerdings nicht so extrem wie bei der Caplio R6. Solche Auflösungskurven deuten auf eine Schwäche der Kameraoptik hin.

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