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Rezension: Der große Humboldt Fotolehrgang

12.12.2008 | 12:39 Uhr |

Wer nur die Automatik-Funktionen seiner Kamera verwendet, nutzt das Potenzial bei weitem nicht aus. Doch damit man auch weiß, was die manuellen Einstellmöglichkeiten der Kamera bewirken, hilft ein wenig Lektüre.

Humboldt-Fotolehrgang
Vergrößern Humboldt-Fotolehrgang

Beim ersten Durchblättern wirkt das Buch dröge. Nur wenig bunte Beispielfotos und schlicht wirkende Grafiken. Doch ein genauerer Blick ändert den ersten Eindruck schnell. Denn es vermittelt hier der Autor Tom Striewisch recht anschaulich und praxisnah die technischen Grundlagen des Fotografierens. Abgerundet wird das Buch zum Schluss mit einem Glossar, ein Index fehlt leider. So fällt es schwer, beispielsweise nach dem Stichwort Crop-Faktor zu suchen.

Kameras und Objektive

Bei dem Thema Kamera und Objektive geht der Autor von einem geringen bis nicht vorhandenen Wissen des Lesers zu dieser Thematik aus, daher erklärt er auch in epischer Breite auf über 100 Seiten die Eigenarten analoger und digitaler Kameras und die verschiedenen Objektivtypen mit ihren Charakteristika und Einsatzbereichen. Hier wird man allerdings von der Fülle der Information erschlagen, denn von einer Lochkamera bis zur digitalen Spiegelreflexkamera wird alles beschrieben - wenn auch die Digitalkameras am Detailliertesten. Hier ist es allerdings überflüssig, überholte Techniken wie die Übertragung der Bilder per serieller Schnittstelle oder die verschiedenen Speichertypen zu beschreiben, denn in der Regel beschränkt sich die Auswahl auf Compact Flash, SD Card oder xD Picture Card und die Übertragung per USB. Der Anspruch des Buches, alle Kameratypen zu beschreiben, macht es an manchen Stellen unübersichtlich. Eine Beschränkung auf DSLR-Kameras (oder eine schärfere Trennung zu Kompaktkameras), würde das erste Kapitel besser strukturieren. Dennoch ist die Bildaufzeichnung und Bildspeicherung sehr ausführlich und verständlich beschrieben.

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