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Kaufberatung: Die besten tragbaren Festplatten

23.04.2014 | 14:05 Uhr |

Mobile Festplatten gibt es buchstäblich wie Sand am Meer. Nicht nur die Modelle, auch die Anschlüsse und Funktionen sind vielfältig. Welche soll man nehmen? Gibt es Punkte, auf die speziell Mac-Benutzer achten müssen? Wir klären auf!

Wenn man sich eine tragbare Festplatte zulegen möchte, gibt es einige Dinge zu beachten. Erstens bieten mobile Festplatten keine Datenredundanz, deshalb sollte man sie nicht zur Sicherung wichtiger oder nicht zu ersetzender Informationen einsetzen. Zumindest muss der Benutzer sicherstellen, dass es ein Backup der tragbaren Festplatte gibt. Ein weiterer Punkt ist der Einsatzbereich: Wer unterwegs seinen Mac sichern möchte, benötigt keine super-schnelle Anbindung. Möchte man jedoch direkt von der Festplatte aus arbeiten, würden Sie lieber Kapazität der Geschwindigkeit opfern. Und der Preis spielt eine Rolle.

Worauf man achten sollte

Eine einfache Möglichkeit die Preise von Festplatten mit verschiedenen Speicherkapazitäten zu vergleichen, ist es den Preis pro Gigabyte zu berechnen. Festplatten, die den Strom über die Schnittstelle am Computer beziehen sind praktisch, da man kein unhandliches Netzteil mitzunehmen braucht. Ein zuverlässiger Hersteller ist zudem ein großes Plus und man sollte die Garantie nicht vergessen, da Festplatten kaputt gehen können und man manchmal schon direkt beim Kauf ein defektes Gerät erwischt.

Die Testergebnisse der Kollegen von Macworld
Vergrößern Die Testergebnisse der Kollegen von Macworld

Unser Testcenter schaut sich in einer Reihe von Tests die Leistung von Festplatten an. Dabei handelt es sich ausschließlich um tragbare HDDs, die wir wirklich selbst getestet haben.

Der Favorit: Seagate Backup Plus Fast (4TB)

Die Backup Plus Fast von Seagate besitzt eine Menge nützlicher Funktionen. Der Preis pro Gigabyte (0,07 €) ist gut. Die Speicherkapazität ist herausragend für eine portable Festplatte, die den Strom über ihre Schnittstelle bezieht. Die Geschwindigkeit beeindruckt ebenfalls, dank eines RAID 0, das zwei langsame Platten kombiniert und daraus einen schnellen großen Speicher macht. Fällt allerdings eine Platte im RAID 0 aus, sind die Daten auf beiden Platten unwiederbringlich verloren. Die HDD wiegt 310 Gramm, was nicht schlecht, aber auch nicht federleicht ist - schließlich befinden sich zwei physische Platten in einem Gehäuse. Das Gehäuse ist nicht viel größer als die zwei Festplatten darin und liegt gut in der Hand.

Keine Festplatte ist passend für alle Benutzer. Manche mag es stören, dass ein RAID 0 die Wahrscheinlichkeit eines Festplattenausfalls verdoppelt. Es bedeutet aber nicht, dass beide Platten unbrauchbar werden. Man ersetzt entweder die kaputte Festplatte oder baut die noch funktionierende Festplatte aus. Man sollte sich jedoch bei hochsensiblen Informationen nicht auf eine einzige Platte verlassen und stets zusätzliche Backups anfertigen.

Die Top-Kandidaten

G-Technology G-Drive mobile USB (1TB)

Die G-Drive mobile USB ist bestens geeignet, wenn man keine gigantischen 4 TB Speicherplatz benötigt. Sie bietet eine 7200er-Laptop-Festplatte in einem Aluminiumgehäuse. Der Preis pro Gigabyte (0,12 €) ist gut, wie auch die Geschwindigkeiten, etwa 20 MB/s schneller, als andere Festplatten mit 5400 U/min. Wer auf der Suche nach einer mobilen Backup-Platte ist oder viel mit Daten unterwegs ist, für den ist die G-Drive mobile USB die richtige Wahl.

Adata DashDrive HV620 (2TB)

Das DashDrive HV620 von Adata ist eine Festplatte mit großer Speicherkapazität zu einem günstigen Preis pro Gigabyte (0,05 €). Das Gerät ist ideal für alle, die viel Platz unterwegs zu einem bezahlbaren Preis suchen. Man könnte auch das doppelte dieser Festplatte bezahlen und dafür die schnellere und größere Backup Plus Fast nehmen, wer aber nicht so viel Geld ausgeben möchte und sich mit den Durchschnittsgeschwindigkeiten der HV620 begnügt, ist mit ihr gut bedient.

Apricorn Aegis Portable 3.0 (SSD)

Unser bevorzugtes tragbares Solid-State-Drive (SSD) ist das Aegis Portable 3.0 . Der Preis der Festplatte ist seit ihrer Einführung so weit gesunken, dass die Kosten pro Gigabyte (0,78 €) einigermaßen akzeptabel sind, insbesondere wenn man die Geschwindigkeit der SSD mit einbezieht. Wir haben einige günstigere Platten getestet, etwa die Adata DashDrive Elite SE720, aber die höheren Geschwindigkeiten der Aegis Portable 3.0 sind den Aufpreis wert (ca. 100 MB/s schneller als unser zweiter SSD-Favorit, die Envoy Pro EX). Diese SSD ist bestens geeignet, wenn man Wert auf Geschwindigkeit legt und nicht auf Kapazität – zum Kopieren von großen Datenmengen und nicht für Computer-Backups. Achtung: Die Aegis Portable 3.0 ist in Deutschland derzeit nicht erhältlich, man kann sie aber beispielsweise über Amazon in den USA bestellen. Hier kommen jedoch erhöhte Versandkosten und eventuell Zoll-Gebühren dazu.

Die anderen Kandidaten im Testfeld

OWC Envoy Pro EX (240GB SSD)

Die Envoy Pro EX von OWC ist eine schnelle SSD, die OWCs rasante Aurora-SSD benutzt und in einem dünnen Aluminium-Gehäuse sitzt. „Die USB 3-0“-Schnittstelle ermöglicht einen flexiblen Einsatz, begrenzt jedoch die Leistung. Die Schreibgeschwindigkeiten sind nicht so schnell wie die der Aegis Portable 3.0, aber trotzdem überzeugend. Es ist eine gute SSD, wenn Geschwindigkeit wichtig ist, und der Speicher nicht überzogen teuer und gleichzeitig langlebig und schick sein soll.

Auch die OWC bekommt man nicht so ohne weiteres in Deutschland. Der Anbieter Mac Speichershop hat sich jedoch auf den Import von OWC-Produkten spezialisiert. Dort kann man die Envoy Pro EX bestellen

Toshiba Slim for Mac

Die Toshiba Slim for Mac ist eine erstaunlich schlichte Festplatte und das ist das Beste an ihr. Sie ist sehr günstig (75 €) und die Geschwindigkeiten sind ordentlich für eine 5400-U/Min-Laptopfestplatte. Es ist eine gute Platte, um Medien wie Filme zu sichern und sie anderen Nutzern auszuleihen.

Apricorn Aegis Bio 3.0

Wer eine Sicherheitsfunktion für seine tragbare Festplatte benötigt, erhält mit der Aegis Bio 3.0 eine praktische Lösung. Sie besitzt einen integrierten Fingerabdruck-Scanner und bietet eine Hardware-basierte Verschlüsselung. Die Platte ist teurer als der Durchschnitt und liefert die gängigen Lese- und Schreibgeschwindigkeiten. Dafür bietet sie eine bequeme Möglichkeit Daten unterwegs zu verschlüsseln. Fünf unterschiedliche Fingerabdrücke speichert die Festplatte. Wer Zugriff auf die Daten haben soll, muss seinen Fingerabdruck hinterlegen, um die Platte zu entsperren.

Die Apricorn Aegis Padlock SSD ist eine weitere Option, wenn man seine Daten vor Zugriffen sichern möchte. Die Festplatte ist stoßgeschützt, kleiner und nutzt eine SSD, was sie deutlich schneller aber auch teurer macht. Sie besitzt ein Tastenfeld zur Code-Eingabe.

Achtung: Die Apricorn-Produkte sind in Deutschland derzeit nicht erhältlich, man kann sie aber über Expansys in Großbritannien bestellen. Hier kommen jedoch erhöhte Versandkosten und eventuell Zoll-Gebühren dazu.

Elgato Thunderbolt Drive+

Wer unbedingt eine Thunderbolt-Festplatte braucht, bekommt mit Elgatos Thunderbolt Drive+ die derzeit schnellste und teuerste Lösung. Im Durchschnitt kann die Thunderbolt-Platte die Aegis Portable 3.0 allerdings nicht schlagen. Laut Elgato sorgen eine angepasste Firmware für die Plextor M5 Pro SSDs und Controller auf Server-Niveau für eine sehr niedrige Ausfall-Rate. Man kann die Plextor-Festplatten auch einzeln online für 358 Euro kaufen . Zugegebenermaßen kommt man mit einem Selbstbau aber nicht auf die gleiche Leistung. Mit dem Thunderbolt Drive+ erhält man ein schönes und stabiles Gehäuse mit Schnittstellen für USB 3.0 und Thunderbolt und der Garantie von Elgato.

Die Liste wird länger

Wir haben eine Menge an Festplatten getestet und viele sind hier nicht aufgeführt. Es gibt eine Vielzahl an Festplatten, die wir nicht getestet haben und ständig kommen neue Geräte auf den Markt. Außerdem sind die getesteten Festplatten in unterschiedlichen Kapazitäten erhältlich, was sich auf die Leistung auswirken kann. Diese Zusammenstellung wird ständig erweitert und wir aktualisieren die Liste mit weiteren Platten, die wir testen.

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