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Kerio Mailserver 6.0.8

18.03.2005 | 10:33 Uhr |

Der sehr gute Mailserver überzeugt mit Groupwarefunktionen und ausgefeilten Sicherheitsmechanismen.

Von Volker Riebartsch

Während viele Nutzer heute einen Dienstleister für Email-Services nutzen, macht es gerade für kleine und mittelständische Unternehmen Sinn, einen eigenen Mailserver zu betreiben und so zu konfigurieren, dass er auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten ist. Mit Kerio Mailserver 6 stellt das amerikanische Unternehmen Kerio seine Lösung nun auch für Mac-OS X vor.

Neben einem ausgefeilten Mailserver für alle gängigen Protokolle einschließlich Webmail und Wap-Mail bietet die Kerio-Lösung auch Groupware-Tools wie gemeinsame und private Adressbücher und Terminverwaltung. Damit zielt das Unternehmen besonders auf solche Anwender, die bisher einen Microsoft-Exchange-Server als Groupware nutzten. Man bietet in diesem Falle sogar ein Migrationstool an, um Mailboxen, Kontakte und Termine zu übernehmen. Aber auch für Mac-Anwender macht diese Kombination durchaus Sinn. Im Gegensatz zum Apple Mailserver, der im Lieferumfang von Mac-OS X Server enthalten ist, bietet Kerio Mailserver haufenweise nützlicher Funktionen. Anlässlich der Macworld San Francisco zeigte man eine Vorabversion des 6.1-Release, das sogar iCal direkt unterstützt.

Grund genug für uns, den Kerio Mailserver 6 genauer unter die Lupe zu nehmen. Zum Betrieb eines Mailservers im eigenen Netzwerk benötigt man natürlich eine Standleitung ins Internet, eine DSL-Flatrate ist hier ausreichend. Zwar arbeitet Kerio Mailserver auch mit Wählleitungen zusammen, bei einem Internetserver sollte es dennoch eine dauerhafte Verbindung sein. Praktisch ist es zudem, vom Internet-Provider eine feste IP-Nummer für den Server nebst Nameservereintrag zu beantragen. Alternativ lässt sich der Server auch mit der kostenlosen Lösung DynDNS betreiben, bei der ein Host- und Domainname dem Mailserver zugewiesen wird, auch wenn die Zuteilung der IP-Nummer durch den Provider dynamisch erfolgt. Wir haben unseren Test ohne Probleme mit der DynDNS-Lösung durchgeführt. (Mehr zu diesem Dienst im NetzwerkSonderheft der Macwelt, S. 98 ff., oder beim Provider www.dyndns.org ).

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