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Rezension: (K)Ein Dichter mit Mariners Desktop Poet

21.01.2009 | 15:39 Uhr |

Die Arbeit mit dem Desktop-Dichter ist kreativ, macht Spaß - erzeugt aber nicht von selbst einen "wahren" Poeten…

Desktop Poet
Vergrößern Desktop Poet

Die Idee ist bestrickend: Aus einer Vorlage von Wörtern oder besser "Wortmagneten" (Rechtecke mit Begriffen) generiert man in einem kreativen Prozess und ohne Stress, eben auf spielerische Weise, ein Gedicht, oder natürlich mehrere. Die Wortelemente lassen sich beliebig verschieben und löschen, neue Wörter kommen hinzu, zu vielen Worten gibt es die verschiedensten Wortformen, etwa von "schreien" auch "schrei" oder "kreische" oder auch den "Urschrei". Die Varianten lassen sich mit einem Rechtsklick auf das Vorgabewort auswählen.

Kein Mangel an Wörtern

Die Originalversion von Mariner Software enthält ursprünglich 369 englische Wörter, die deutsche Fassung von Application Systems Heidelberg liefert derer 495 deutsche Begriffe mit, hinzu kommt die spezielle Wortliste für Trekkies (Star-Trek-Fans) mit 68 Worten. Alle kann man miteinander mischen und neue zusätzlich von der Anbieter-Homepage herunterladen, zum Beispiel zu Themen wie Harry Potter, Wissenschaft oder Promis, das ist bislang aber noch auf englische Ergänzungen begrenzt. Wörter lassen sich im Feld präzise finden, man kann auch analog zum Finder die ersten Buchstaben tippen, so dass passende Begriffe ausgewählt und hervorgehoben werden. Die zueinander gestellten Worte und Zeilen lassen sich dann markieren und die Auswahl exportieren, als JPEG, TIFF oder im HTML-Format. Das klappt problemlos und ist komfortabel, zudem sich die Resultate auch als Text oder Bild in die Zwischenablage kopieren oder per Dienstemenü direkt als Mail verschicken lassen. Im Anwenderforum von Mariner Software finden sich Beispiele dafür, wie konstruktiv Desktop-Poet-Anwender mit dem Programm umgehen, und zwar nicht nur in Bezug auf die Texte, sondern auch mit der grafischen Gestaltung ihrer kleinen Kunstwerke. Hierin liegt tatsächlich eine echte Stärke des Programms. So kann man Schrifttyp und -farbe bestimmen wie auch deren Größe, ebenso die Erscheinungsform der "Magneten", und dank einer Kooperation mit The3dStudio.com lassen sich auch diverse Hintergrundbilder auswählen.

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