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Test Parrot Zikmu: Designlautsprecher für iPod

07.11.2009 | 09:57 Uhr |

Alles was der Designer Philippe Starck anfasst, ist anders. So auch diese Lautsprecher, die von Parrot hergestellt und vertrieben werden. Die elegante Form, die sich wie ein Kegel nach oben verjüngt, ist mit ihrer Hochglanz-Oberfläche eine Augenweide.

Per Bluetooth verbinden sich beide Lautsprecher in schwarzer Hochglanz-Optik, die Musik kommt vom iPod.
Vergrößern Per Bluetooth verbinden sich beide Lautsprecher in schwarzer Hochglanz-Optik, die Musik kommt vom iPod.
© Apple
Per Bluetooth verbinden sich beide Lautsprecher in schwarzer Hochglanz-Optik, die Musik kommt vom iPod.
Vergrößern Per Bluetooth verbinden sich beide Lautsprecher in schwarzer Hochglanz-Optik, die Musik kommt vom iPod.
© Parrot

Zwar sind die Lautsprechergehäuse aus Kunststoff, dennoch machen sie einen hochwertigen Eindruck. Auch technisch können sie sich sehen lassen. Im Boden ist ein 13 Zentimeter großer Tieftöner eingelassen, der nach unten abstrahlt - dem sogenannten Downfireing. Der Hoch-Mitteltonbereich wird von einem NXT-Flächenstrahler versorgt. Die Vorteile sind ein gutes Rundstrahlverhalten und ein angenehmes Klangspektrum, das sowohl nach vorne wie auch nach hinten abgestrahlt wird.

Die Lautsprecherkabel sind für viele Menschen ein richtiger Störfaktor und schränken die Aufstellung ein. Parrot verzichtet darauf und verbindet die beiden Lautsprecher via Bluetooth. Das einzige, was man benötigt, ist eine Stromverbindung für die eingebauten Endstufen. Diese sind als Digitalverstärker mit einer Leistung von je 100 Watt ausgelegt; Das reicht für die gehobene Zimmerlautstärke. Ein DSP sorgt für eine Aufbereitung des Klangs. Für die Konfiguration des eingebauten Equalizers und der Anpassung der Latenzzeit gibt es eine "Configtool" - derzeit noch Beta. Hierüber soll auch ein Firmwareupdate des Zikmu möglich sein, in der Betaversion ist dieser jedoch noch deaktiviert.

Die Fernbedienung besitzt, wie die Lautsprecher, Sensortasten.
Vergrößern Die Fernbedienung besitzt, wie die Lautsprecher, Sensortasten.
© Parrot

Über Bluetooth ist auch eine Verbindung mit einem Mac als Quelle möglich. Die Verbindung gelingt genauso einfach wie mit anderen Geräten über den Assistenten von Mac-OS X. Eine Verbindung über WLAN bleibt derzeit noch den Windows-Rechnern vorbehalten. Das könnte sich aber noch ändern, Parrot arbeitet an einer treiberfreien Lösung. Neben einer drahtlosen Verbindung ist auch eine Direktverbindung über Cinch-Kabel - beispielsweise mit einem CD-Player - möglich. Hierbei muss man nur einen der Lautsprecher anschließen, der andere bekommt automatisch die Musik übertragen. Die Hauptanwendung wird sicher der Dockanschluss für iPods und das iPhone sein. Dieser befindet sich auf einem der Lautsprecher, so dass der iPod wie auf einer Säule thront. Auf dem anderen Lautsprecher sind die Bedientasten in einem Sensorfeld angebracht. Neben drei Tasten für die Lautstärke befinden sich hier die Verbindungstasten für WLAN und Bluetooth sowie der Ein/Ausschalter. Die Verbindungstasten haben nur eine Funktion bei der Ersteinrichtung. Die mitgelieferte Fernbedienung ist rein auf die Steuerung und Quellenwahl ausgelegt. Zwei Tasten sind für die Lautstärke, drei weitere Tasten für die iPod-Steuerung (Vor, Zurück Play/Pause), Quellenwahl und Ein/Aus. Wenn eine Musikübertragung via Bluetooth stattfindet, hat die Pausetaste die Funktion einer Stummschaltung. Was wir bei einem Lautsprecher dieser Preisklasse vermissen, ist eine Menüsteuerung des iPods.

Der Klang gefällt durch ein angenehmes und stressfreies Klangbild. Der NXT-Flächenstrahler ist bekannt dafür, keine brillanten und kristallklaren Höhen zu produzieren. Nichts für eine Partybeschallung und Heavy Metall, dafür kommt er mit einer Vielzahl anderer Genres klar.

Empfehlung

Die Zikmu-Lautsprecher gefallen durch edle Optik und den unangestrengten Klang. Die Bluetooth-Verbindung ist nicht ganz ohne Tücken, wenn man noch weitere Bluetooth-Geräte wie Mäuse oder Tastaturen betreibt. Wiedergabeverzögerungen, Unterbrechungen oder sogar Abstürze des Bluetooth-Treibers von Mac-OS X sind möglich. Als iPod-Lautsprecher gibt er eine bessere Figur ab und ist hier uneingeschränkt zu empfehlen. tb

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