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Lexikon exklusiv für Mac-OS X

04.12.2001 | 00:00 Uhr |

Die renommierte Britannica gibt es jetzt auch für den Mac auf DVD - die Standard-CD-Edition läuft nur unter dem neuen Apple-Betriebssystem

München/Macwelt - Das Lexikon Encyclopedia Britannica gilt unter englisch sprechenden Bildungsbürgern immer noch als das lexikalische Standardwerk schlechthin. Nach einer längeren Pause sind jetzt wieder digitale Ausgaben des 32 Bände umfassenden Nachschlagewerks für den Mac verfügbar. Die DVD-Version und die Standardversion auf CD beinhalten die gleiche Textgrundlage von 54 Millionen Wörter oder 75 000 Artikel. Zusätzlich zum Inhalt der von uns getesteten Standardversion bietet die DVD-Ausgabe eine größere Anzahl an Bilddateien, Animationen und interaktiven Touren.

Verfügt man über 700 MB freien Festplattenspeicher, kann der Nutzer die gesamte Britannica auf der Festplatte installieren. Der deutschsprachige Konkurrent Brockhaus besteht dagegen trotz Vollinstallation auf das Einlegen der Original-CD bei jedem Programmstart.

Ungewöhnlich sind die Systemanforderung der CD-Version: Nur unter Mac-OS X ist die Standard-Edition lauffähig, während die DVD-Version auch unter Mac-OS 8.6 funktioniert. Das Zugriffsprogramm ist Java-basiert und funktioniert sowohl unter Windows als auch Mac-OS X. Jedoch sind die Anforderungen an Prozessor und Arbeitsspeicher sind recht hoch. Auf einem iMac mit 400 MHz dauert der Programmstart etwa 20 Sekunden und auch auf Suchanfragen reagiert das Programm langsamer als ein Lexikon unter dem klassischen Mac-OS.
Für die Suche nach Artikeln stellt die Standard Edition eine Vielzahl an Recherchemöglichkeiten bereit. Neben einer alphabetischen Artikelliste sind dies eine Volltextsuche und der so genannte "Knowledge Generator". Hierbei handelt es sich um eine Art Assoziationprogramm, das Schlagworte miteinander verknüpft. Gibt man einen allgemeinen Begriff ein, erscheinen in einem animierten Fenster Artikel zu ähnlichen Themen und Begriffen. Auch im Internet sucht das Lexikon nach Artikeln: Insgesamt 300 000 Internetadressen gehören zum Textkorpus, nach einer Registrierung kann der Besitzer zusätzlich noch auf den Webkatalog von Britannica.com zugreifen.

Ein Nachteil des umfangreichen Textkorpus ist leider die ?bersichtlichkeit. Zu einzelnen Themen ist oft eine Vielzahl an verschiedenen Artikeln verfügbar, da die Britanica in den letzten Jahren um viele Ergänzungsartikel gewachsen ist. Zu der Firma Apple etwa bietet das Lexikon sieben verschiedene Artikel an.
Nur umständlich funktioniert der Textexport aus dem Javaprogramm: In die Zwischenablage kopieren lassen sich nur einzelne Textpassagen aber keine vollständigen Artikel. Will man einen ganzen Artikel ausdrucken, startet das Programm einen Internet Browser und zeigt den Artikel im Browserfenster an. Aus diesem Programm druckt man nun den Artikel oder kopiert ihn in die Zwischenablage.
Neben den Artikeln bietet das Lexikon zusätzlich noch mit das Englischlexikon Merriam Webster und einem Weltatlas mit 385 Karten.

Fazit: Will man sich möglichst umfassend zu den verschiedensten Themen informieren und scheut sich nicht vor der englischen Sprache, ist dieses Lexikon sicher die erste Wahl. Um schnell und ohne Sprachprobleme einen Begriff nachzuschlagen ist aber das deutschsprachige Lexikon von Brockhaus besser geeignet, das auch auf älteren Rechnern funktioniert. sw

Encyclopedia Britannica 2002 Standard Edition

Wertung: 2,1 gut

Vorteile: Läuft unter OS X, riesiger Datenbestand, günstiger Preis, kann komplett installiert werden.

Nachteile: Nur englisch, hohe Systemanforderungen, unbequemer Textexport und Ausdruck.

Preis: Standard Edition 51 Euro, DVD-Edition 117 Euro

Info: Britannica www.britannica.com

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