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Lioncast Headset LX16 im Test

06.05.2014 | 15:30 Uhr |

Lioncast verspricht mit seinem LX16 Headset „Gaming-Sound der Extraklasse“ für unter 30 Euro. Ob das gut gehen kann? Wir sagen: Es kann!

Ehrlich gesagt überwog zu Beginn unseres Tests des preiswerten Headsets Lioncast LX16 die Skepsis. Wo würde sich das knapp 30 Euro teure Headset einreihen, zwischen hochpreisigen und hochwertigen Konkurrenten wie dem Tritton Pro+ , dem St eelseries Siberia Elite oder dem H-Wireless? Die Antwort: Mit den großen Konkurrenten kann es nicht mithalten, macht dabei aber trotzdem vieles richtig.

Viel Bumms, wenig Tiefe

Das LX16 ist ein reines Stereo-Headset, sprich: Auf die komfortablen virtuellen Sourround-Optionen der hochpreisigen Konkurrenten muss man verzichten. Das kabelgebundene Headset, das sich sowohl mit Playstation 3 und 4, Xbox 360, PC und Mac verbinden und nutzen lässt, schlägt sich beim Klang und der Sprachqualität trotzdem gut. Die Verbindung zum Mac erfolgt schnell und einfach über das integrierte, etwa 3,5 Meter lange USB-Kabel, eine Fernbedienung am Kabel regelt die Lautstärke und kann das Mikrofon stumm schalten.

Technische Daten

Kopfhörer

Frequenzgang: 50Hz-15kHz

Empfindlichkeit: -58db +- 3 dB

Impedanz: 32 Ohm

Durchmesser des Treibers: 40mm

Mikrofon

Frequenzgang 50Hz-15kHz

Wollen Sie das Lioncast LX16 mit Ihrer Playstation 3 oder Xbox 360 nutzen, müssen Sie allerdings neben der USB-Verbindung noch mit den mitgelieferten Cinch-Steckern das Audiosignal der Konsole abgreifen (auf der Xbox 360 wird zusätzlich für den Chat ein Verbindungskabel zwischen Controller und Fernbedienung benötigt). Mit der Playstation 4 dagegen verhält sich das LX16 wie an einem PC oder Mac.

Die Verarbeitung des LX16, bei dem Kunststoff dominiert, geht für den anvisierten Preispunkt in Ordnung – man merkt zwar, dass es sich nicht um ein Spitzenmodell unter den Headsets handelt, wirklich billig und wackelig ist das LX16 aber nicht. Die Ohrmuscheln sowie der Kopfbügel sind jeweils mit Kunstleder überzogen und fühlen sich beim tragen erstaunlich geschmeidig an.

Die Passform ist an sich gelungen, lediglich auf größeren Köpfen drücken die Ohrmuscheln bei längerem Tragen merklich. Die Sprachqualität des Headsets, dessen Mikrofon dem Standard entsprechend links sitzt, ist nicht herausragend, für klare Verständigung im Teamspeak aber akzeptabel.

Auf schmalen Köpfen sitzt das LX16 am besten.
Vergrößern Auf schmalen Köpfen sitzt das LX16 am besten.

Beim Klang verspricht der Hersteller „einem Bass, der dank der Bassboost-Funktion seinesgleichen sucht“. Und tatsächlich wummert es vor allem bei Shootern oder Action-Titeln wie der Teufel – mit dem Ergebnis, dass sich auch kleinere Faustfeuerwaffen wie Großkalibergewehre anhören. Hier wäre weniger eindeutig mehr gewesen. Vor allem, weil durch die sehr dominanten Tiefen Sprache und Musik sehr stark in den Hintergrund gedrängt werden. Gerade für das Musikhören oder Filmeschauen ist das LX16 daher nicht erste Wahl.

Empfehlung

Das Lioncast LX16 ist besser als erwartet und gehört in seiner Preisklasse eindeutig zu den empfehlenswerten Headset-Vertretern. Lediglich der zu dominante Bass und die für größere Köpfe und Ohren etwas zu engen Ohrmuscheln trüben das ansonsten runde und preiswerte Gesamtbild.

Lioncast LX16

Hersteller: Lioncast

Preis: 28,90 EUR

Note: 2,0 gut

Leistung (10%): 2,3

Ausstattung (20%): 1,6

Handhabung (30%): 2,0

Ergonomie (40%): 2,3

Vorzüge: Gute Verarbeitung, Flexibel einsetzbar, Preiswert,

Nachteile: Sehr basslastig, Passform für große Köpfe ungünstig

Alternative: Steelseries Siberia Elite

Bezugsquellen: Amazon , Hersteller

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