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Logic Studio

18.03.2008 | 12:32 Uhr |

Mit Logic Studio setzt Apple ein deutliches Zeichen. Die Kombination aus den drei Programmen Logic Pro 8, Mainstage und Soundtrack Pro 2 sowie einer Bibliothek, einer Sammlung von Instrumenten-Plug-ins und Effekten kostet nur noch halb so viel wie die Vorversion.

Zunächst ein paar Worte zum Testverfahren. Die ultimative Frage bei diesem Test lautet: Wie schnell lässt sich mit Logic Studio produktiv arbeiten und wie zuverlässig und stabil ist sie. Produktives Arbeiten ist angesagt, einfach und möglichst unkompliziert. Der Fokus liegt also auf dem Verhalten der Programme in kritischen Situationen und auf Einfachheit. Dazu gehört etwa, wie gut der Zugriff auf häufig benutzte Funktionen ist, und wie flexibel sich die Arbeitsumgebung den eigenen Bedürfnissen anpassen lässt. Als Härtetest haben wir Logic Studio einem langjährigen Cubase (und Windows-) Benutzer vorgelegt.

Erste Impressionen und die Installation

Logic Studio kommt in einer schicken, schwarzen Schachtel mit Klaviertastenaufdruck und bringt stolze fünf Kilogramm auf die Waage. Gut die Hälfte des Gewichts fällt auf das 1200 Seiten starke Benutzerhandbuch.

Der Umfang gibt auch gut den Funktionsumfang der Software wieder. Das Handbuch ist gut aufgebaut und beinhaltet bei allen Funktionen Schritt-für-Schritt Anleitungen. Es führt systematisch durch das Programm und erklärt mit kurzen Einführungen die wichtigsten Themen.

Bei der Installation zeigt sich dann auch der gesamte Umfang des Musik-Suitekoffers. Hier hat man eine erste Gelegenheit, Festplattenplatz zu sparen. Anwender, die nie vorhaben für eine Surround-Umgebung zu produzieren können die Surround IRs auslassen und damit satte 865 Megabyte einsparen. Bei den Jam Packs lassen sich weitere fünf Gigabyte für neue Musikstücke freihalten, wenn man das World Music Jam Pack nicht benötigt. Nicht ausgewählte Programmteile lassen sich nachträglich installieren oder auch entfernen.

Im Tonstudio mit Logic Pro 8

Logic Pro hat in der Version 8 einige Neuerungen erfahren. Die Wichtigste ist sicherlich das Ein-Fenster-Interface. Das Arrangierfeld, in dem die Aufnahmen und Loops liegen, ist in Höhe und Länge zoombar, womit man sich schnell einen Überblick über alle Spuren und die darin befindlichen Regionen verschafft. Ebenso schnell erreicht man einen Ausschnitt einzelner Audio- oder Midi-Regionen.

Das Setup eines Songs ist ebenfalls vereinfacht. Logic Pro 8 bietet bei der Eröffnung eines neuen Projekts Vorlagensammlungen an. Diese zerfallen in drei Bereiche: Produktion, Komponieren und Explore. Explore bietet ein Einsteigerset für verschiedene Instrumente und Gitarrenstücke. Zum Komponieren hat Logic Pro 8 die Vorlagen Electronic, Hip Hop, Orchester, R&B, Rock und Songwriter im Angebot. Und in der Produktionssammlung finden sich Mehrspur-Stereo- und Surround-Produktionen, Filmvertonung, Stereo- und Surround-Mastering sowie eine TDM-Konfiguration für Digidesign-TDM-Hardware. Alle Vorlagen eröffnen ein neues Projekt mit den entsprechenden Ton- respektive einer Videospur bei der Filmvertonung.

Die Fülle an Funktionen mag auf den ersten Blick erschlagend wirken, doch die Lernkurve ist steil. Verhalten sich doch die meisten Elemente ähnlich wie man es von anderen Apple-Programmen kennt. Sehr hilfreich sind die vielen Effekte, die Logic zur Verfügung stellt. Damit lässt sich schnell die Wohnzimmeraufnahme der alten klassischen Gitarre in eine veritable Stromgitarre mit Konzerthallenambiente verwandeln. Oder eine mittelklassige Aufnahme von Pure Shores in eine pralle Surround-Umgebung mit realistischer Inselkulisse umwandeln.

Das Medienfenster erleichtert das Importieren und Organisieren der Dateien. Der Zugriff auf die Werkzeuge ist sehr praktisch. So kann die linke und rechte Maustaste mit je einem Werkzeug belegt werden oder man zeigt mit der Esc-Taste das ganze Set an Werkzeugen an. Für den Arrangierbereich, den Pianorollen-Editor und den Listen-Editor lassen sich je drei spezifische Werkzeuge zuweisen. Auch die Ansicht zum Arrangieren der Channel-Strips ist neben dem Arrangierfeld gut platziert. Damit lassen sich Effekte schnell auf einzelnen Spuren ausprobieren, ohne dass man in die Mixeransicht wechseln muss.

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