927500

MP3-Player für Verliebte

15.10.2004 | 14:03 Uhr |

Romantisch schlendert das Pärchen bei Sonnenuntergang den Strand entlang, eng umarmt, sie teilen alles. Auch den MP3-USB-Stick Hypersound XR.

Dieser bietet zwei Kopfhöreranschlüsse, ideal um gemeinsam die Kuschelrock-CDs I, II und III anzuhören. Denn je nach Kodierung im MP3- oder WMA-Format passen etwa drei Audio-CDs auf den 256 MB fassenden Speicher.

Unromantisch getestet

Doch der Tester ist weniger romantisch und sagt zunächst, was der Stick sonst so alles kann. Dieser bietet neben dem MP3-Player eine Diktiergerät-Funktion sowie einen SD-Card-Steckplatz. Sollte der Speicher des Sticks wegen Überfüllung geschlossen sein, kann man so MP3-Lieder auf eine SD-Card kopieren. Der Stick sucht sich darauf hin alle MP3-Lieder vom eigenen Speicher und von der SD-Card. Auch lässt sich der Stick als SD-Card-Reader Zweckentfremden und die Bilder einer Digitalkamera so zum Rechner übertragen. Leider kann er die Fotos nicht direkt auf den internen USB-Stick-Speicher kopieren. Die Energie erhält der Stick übrigens von einer AAA-Batterie, die bei durchgehendem Betrieb für rund 18 Stunden reicht.

Pfiffig gelöst ist der USB-Anschluss. Wie bei einem Springmesser schießt der USB-Anschluss auf, wenn man den entsprechenden Schalter betätigt hat. Obwohl der USB-Stick etwas groß wirkt, ist es kein Problem, ihn an die USB-Tastatur des Macs anzuschließen. Im Test sorgt der Anschluss am Mac, der übrigens problemlos funktioniert, für etwas Verwirrung. Denn sowohl der USB-Stick-Speicher wie auch die SC-Card heißen in unserem Fall "No Name". Das Resultat ist, das in der Symbolleiste des Finder-Fensters von Mac-OS X, die unter anderem alle Festplatten anzeigt, lediglich ein Speicher erscheint, obwohl beide aktiv sind. Dagegen erscheinen beide Volumes korrekt auf dem Finder-Schreibtisch. Nachdem wir ein Volume umbenannt haben, zeigt auch die Symbolleiste beide Volumes korrekt an.

Funktionsumfang

Außer Musik hören kann man den Stick als Diktiergerät verwenden. In einen eigenen Ordner "Voice" landen die Aufnahmen, die in der Voreinstellung bis zu sechs Stunden lang sein kann. Im Menü lässt sich die Aufnahmequalität ändern. Für einfache Zwecke ist die Aufnahmequalität durchaus brauchbar. Auch einen einfachen Equalizer bietet der Stick. Man kann zwischen Normal, X-Bass, Rock, Jazz, Classical und Pop wählen. Darüber hinaus bietet der Stick einige Wiedergabemodis wie das Wiederholen des einzelnen Lieds oder aller Stücke sowie eine Zufallswiedergabe, die auf Wunsch ebenfalls endlos sein kann.

Klingt gut

Dem Stick liegt ein Kopfhörer bei, der in ein Trageband integriert ist, den man um den Hals hängt. Mit einem Schnappverschluss kann man den Stick an das Band hängen. Nach einiger Zeit schmerzen dem Tester die Kopfhörer im Ohr, die dem iPod beigelegten Kopfhörer bieten einen angenehmeren Tragekomfort. Dagegen überzeugt uns die sehr gute Klangqualität.

Fazit

Sechs Stunden Liebesgeflüster und drei Kuschelrock-CDs: Zumindest an der Technik soll ein tete-a-tete nicht scheitern. Die Batterie hält etwa 18 Stunden, die Klangqualität überzeugt. Zudem ist der Stick mit 100 Euro recht günstig.

0 Kommentare zu diesem Artikel
927500