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Mac Pro 2012: Mehr Geschwindigkeit im alten Kleid

05.07.2012 | 10:34 Uhr |

Während die aktuellen Mac Pros ältere Modelle in puncto Geschwindigkeit abhängen, hinken Sie in so manch anderen Bereichen dem Retina MacBook Pro hinterher. Wir zeigen was die neuesten Mac Pros leisten.

Der auf der diesjährigen World Wide Developer Conference (WWDC) vorgestellte Desktop-Computer Mac Pro verfügt über dasselbe Gehäuse, dieselben Grafikarten sowie dieselben USB-Ports wie sie in der Vorgänger-Version verbaut sind. Obwohl die Testergebnisse unserer Schwesterpublikation Macworld US zeigen, dass das aktuelle  Modell deutlich schneller arbeitet, fehlt es ihm an Thunderbolt-Anschlüssen sowie USB-3.0-Unterstützung – Ports, die beim Macbook Pro sowie Macbook Air mittlerweile zur Ausstattung gehören.

Mac Pro-Benchmarks (im Vergleich)

Trotz dieser Mängel liegen die Mac-Pro-Modelle in der oberen Preisklasse: Für die Version am unteren Ende der Preistabelle verlangt Apple 2599 Euro. Dieses Modell verfügt über einen 3,2GHz Quad-Core Xeon W3565 Prozessor und 6GB 1066 DDR3 RAM. Der neue Quad-Core Mac Pro mit 3,2GHz ist insgesamt 16 Prozent schneller als der 2010er-Mac Pro samt Quad-Core-Xeon-Prozessor mit 2,8GHz. Das neue System ist zudem 8 Prozent schneller als der 2010 2,4GHz Xeon Mac Pro mit 8 Kernen. Das heißt: Photoshop läuft auf dem neuen Modell 31 Prozent schneller als auf der 2010er-Quad-Core-Version.

Im Inneren der 3899-Euro-Version taktet ein Xeon-Prozessor mit 2,4GHz, der aus zweimal 6 Kernen besteht und über 12GB 1333 DDR3 Arbeitsspeicher verfügt. Daten speichern beide System auf einer 1TB-großen Festplatte mit einer Geschwindigkeit von 7200 Umdrehungen pro Minute. Grafiken stellen beide Mac Pros mithilfe einer ATI Radeon HD 5770 PCI Express Grafikkarte dar. Der neue Mac Pro mit 2,4GHz und 12 Kernen ist insgesamt 10 Prozent schneller als der 2010er-Mac Pro mit 8 Kernen und einem 2,4GHz-Xeon-Prozessor und 31 Prozent schneller als der 2009er-Mac Pro mit 8 Kernen und einem 2,26GHz-Xeon-Prozessor.

 Leistung im Einzeltest

 Wie vergangene Tests (bis auf einige Ausnahmen) immer wieder gezeigt haben, arbeiten Systeme mit wenigeren, aber dafür höher getakteten Prozessorkernen schneller als Systeme mit mehreren, dafür langsameren Prozessorkernen. Beispiel: In 11 von 16 Einzeltests fiel der neue Quad-Core Mac Pro mit 3,2GHz flotter aus als der neue Mac Pro mit 12 Kernen und 2,4GHz – mit inbegriffen der iTunes-Kodierungstest (17 Prozent schneller), der Test-Import in Pages, Apples Textverarbeitungs- und Layout-Software (16 Prozent schneller), der Test-Import in iMovie (16 Prozent schneller) sowie der Datenkomprimierungs-Test (15 Prozent schneller).

 Der aktuelle Mac Pro ist nicht in der Lage mit dem 2,6GHz Core i7 MacBook Pro samt Retina-Display zu konkurrieren. Das Laptop von Apple ist insgesamt 30 Prozent schneller als der neue Quad-Core Mac Pro am unteren Ende der Preisklasse. So dupliziert und entpackt das Retina MacBook Pro Daten 65 Prozent schneller als der günstigste Mac Pro. Nur beim Export aus iMovie (16,9 Prozent), Portal 2 (11,6 Prozent) und dem Cinebench-OpenGL-Test (2,5 Prozent) übertrumpft der Quad-Core Mac Pro das Retina MacBook Pro. Selbst der 12-Kern Mac Pro hängt dem Retina MacBook Pro hinterher. Die Speedmark-7-Ergebnisse des Laptops sind 27 Prozent höher als die des Desktops. Das liegt vor allem am schnelleren Flash-Speicher sowie den schnelleren (wenn auch wenigeren) Prozessorkernen. 

 

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