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Mac Radeon 9200 PCI

02.02.2005 | 16:58 Uhr |

Leistungsfähige PCI-Karte mit guter Ausstattung

Connect3D Radeon 9200
Vergrößern Connect3D Radeon 9200

Mit der Mac Radeon 9200 PCI ersetzt ATI seine bisherige, inzwischen deutlich in die Jahre gekommene Mac Radeon 7000 PCI. Der Nachfolger bietet eine Menge Verbesserungen. ATI hat den Speicher auf 128 MB vervierfacht, so dass man die Karte problemlos mit zwei Monitoren betreiben kann. Da beim Zwei-Monitor-Betrieb jeder Monitor das halbe VRAM zugewiesen bekommt, teilt die Radeon 7000 jedem Monitor nur 16 MB zu, was für 3D-Spiele oder -Anwendungen oft zu wenig ist.

Die Radeon 9200 ist in Unreal mehr als doppelt so schnell wie die Radeon 7000 und fast zwei Drittel schneller als die Original Radeon. In Halo ist der Unterschied noch drastischer, hier messen wir 160 Prozent im Vergleich zur Radeon 7000 und 40 Prozent mehr als die Original Radeon. Lediglich in Cinebench zeigt sich, wie so oft in unseren Tests, nur ein sehr moderater Zugewinn. Die Radeon 9200 PCI schlägt sich sogar passabel im Vergleich zu einer Radeon 9000 AGP, deren Chip sehr ähnlich ist.

Die Radeon 9200 PCI bietet als erste Mac-Karte einen "High Performance PCI"-Modus, welcher in ATIs Display Utility aktivierbar ist. ATI rät zu prüfen, ob dieser die Funktion anderer PCI-Karten beeinträchtigt. Falls nicht, sollte man ihn definitiv aktivieren, denn er bringt je nach Anwendung im Schnitt fast 50 Prozent mehr Leistung. Wir messen zwar nur 10 Prozent mehr in Cinebench, aber 45 Prozent mehr in Unreal und 60 Prozent mehr in Halo. Im Chimera-OpenGL-Screensaver sind es im Schnitt sogar zwei Drittel mehr.

Dank des neuen Chip unterstützt die Radeon 9200 PCI Features wie Display-Rotation, was sinnvoll für Portrait-Monitore ist. Die Karte kommt ohne Lüfter aus und wird mit DVI-zu-VGA und S-Video-zu-FBAS Adaptern geliefert. Sie ist kompatibel zu Mac-OS 9, in manchen Digital-Audio- und Gigabit-Ethernet-G4 kann es allerdings Probleme geben.

Fazit

Wir können die Karte Besitzern AGP-loser Power Mac G3 oder G4 uneingeschränkt empfehlen, zu dem relativ günstigen Preis ist sie auch als Zweit- und Drittmonitorkarte in AGP-Macs eine sehr gute Wahl. dk

Note: 1,4 sehr gut.

Vorzüge: Dualhead, genügend VRAM für zwei Monitore, High-Performance-PCI-Modus für deutliche Geschwindigkeitssteigerung, günstig, gute Leistung, unterstützt Display-Rotation und Shader der ersten Generation, kein Lüfter

Nachteile: High-Performance-PCI-Modus verträgt sich nicht mit anderen PCI-Karten

Alternativen: Villagetronic MPDD Pro, Sonnet Sonata

Preis: € (D) 100, € (A) 104, CHF 137

Technische Angaben

128 MB 128-Bit-DDR-RAM mit 200 MHz, 250 MHz GPU-Takt (RV280-Generation), 1 GPixel/s Füllrate, vier Pixelpipelines, Fullscreen-Antialiasing, Shader-kompatibel (erste Generation, kein Core Image/Motion), DVI-, TV- und VGA-Anschluss

Systemanforderungen: ab Power Mac G3, ab Mac-OS 9/ X

Info: ATI

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