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Macbook Air 2014 im Test

13.05.2014 | 16:57 Uhr |

Nun sind sie da, die neuen Macbook-Air-Modelle, Generation 2014. Viel hat Apple nicht geändert, etwas schnellere CPUs sind nun eingebaut und der Preis wurde gesenkt. Wir fühlen dem 11- und 13-Zoll-Modell auf den Zahn.

Im Vorfeld gab es schon einige Berichte über die neuen Macbook Air-Modelle von Kollegen aus den USA. Vor allem der interne SSD-Speicher würde demnach unterschiedliche Ergebnisse liefern und teilweise sogar langsamer als beim Vorgänger-Modell arbeiten . In unseren ersten Tests mit dem 11 Zoll Modell (256 GB SSD) können wir das jedoch nicht bestätigten. Der Speed Disk Benchmark von Black Magic liefert in unserem 11-Zoll-Testgerät Datenraten von 560 MB/s beim Schreiben und knapp 700 MB/s beim Lesen. Diese Werte sind vollkommen in Ordnung liegen sogar etwas höher als beim Vorgängermodell. Hier spielt auch die CPU-Geschwindigkeit eine, wenn auch geringere Rolle.

Apple hat im März 2015 die Macbook Air erneut aktualisiert und ihnen Chips der neuen Intel-Generation Broadwell verpasst. Lesen Sie hier, was die neuen Modelle bringen .

Die interne SSD unseres Testgeräts (1,4 GHz, 11 Zoll, 256 GB) zeigt ordentliche Werte im Disk Speed Test von Black Magic.
Vergrößern Die interne SSD unseres Testgeräts (1,4 GHz, 11 Zoll, 256 GB) zeigt ordentliche Werte im Disk Speed Test von Black Magic.

CPU-Speed

Eine um 100 Megahertz höhere Taktrate machen sicherlich nicht viel aus und das bestätigen unsere Messungen auch. Gegenüber dem Vormodell von 2013 liegen die Ergebnisse meist etwas besser. Allerdings fallen einige Praxistests aus dem Rahmen, beispielsweise ist der PDF-Export aus dem Layout-Programm Xpress fast doppelt so schnell geworden. Auch das Rendering in Final Cut Pro X ist überproportional schneller geworden. Diese Ergebnisse lassen sich nicht allein mit der höheren Taktrate erklären. Vielmehr sind hier die Programme selbst verantwortlich. Sowohl Quark als auch Apple haben ihre Software optimiert und an die Möglichkeiten von OS X 10.9 Mavericks angepasst. Final Cut Pro X nutzt inzwischen auch den Grafikchip zum Rendern von Videos aus, was unter OS X 10.8 und der älteren Final-Cut-Pro-X-Version noch nicht ging. Daraus lässt sich schließen: Man tut gut daran, seine Produktiv-Software auf aktuellem Stand zu halten.

Kurzfazit: Software bringt mehr als Hardware

Grafik-Speed

Die um 100 MHz höhere Taktrate wirkt sich nicht auf den internen Grafik-Kern der Haswell-Chips aus. Daher messen wir hier auch kaum Unterschiede. Unsere Praxisbenchmarks mit den Spielen Batman Arkham City und Portal 2 liefern dann auch fast identische Werte. Portal 2 zeigt bei nativer Auflösung (11 Zoll Macbook Air: 1366 x 768 Pixel) mit voller Qualitätseinstellung knapp 35 Bilder pro Sekunde. Damit ist das Spiel ganz gut spielbar. Batman verlangt mehr Leistung, hier sinkt die Bildrate (ebenfalls bei voller Qualität) auf knapp unter 30 Bilder pro Sekunde, das ruckelt dann schon sichtbar. Hier sollte man die Qualitätseinstellungen etwas reduzieren.

Kurzfazit: für Gamer nichts Neues

Akkulaufzeit

Der neue Haswell-Chip i5-4260U soll etwas sparsamer sein und in unserem ersten Akkulaufzeit-Test bestätigt sich diese Annahme. Im Worst-Case-Szenario spielt das Macbook Air einen MP4-Filma ab, bei voll eingestellter Display-Helligkeit und aktiviertem Bluetooth und WLAN-Modul. Erst nach fast auf die Minute genau sechs Stunden (5:59) schaltet sich das 11-Zoll-Modell ab. Das sind gut 15 Minuten mehr als beim Vorgänger. Mehr Tests folgen.

Kurzfazit: nicht viel, aber doch mehr Zeit ohne Steckdose als vorher

Lautheit

Im normalen Betrieb bleiben die neuen Macbook-Air quasi unhörbar. Aber unter externer Last wird zumindest das 11-Zoll-Modell durchaus laut. Die genauen Messungen stehen noch aus, aber im Praxistest fällt uns ein deutlich rauschender Lüfter auf, vor allem wenn wir die Spiel-Benchmarks laufen lassen.

Kurzfazit: 3D-Leitung macht Krach

Vorläufiges Fazit

Dass die neuen Macbook-Air-Modelle keine Revolution werden, war bei der Vorstellung bereits klar. Hier gibt es insgesamt nur kleine Schritte zu vermelden. Konkret heißt das: wer bereits ein Modell aus der Vorgänger-Generation hat kann sich gemütlich zurücklehnen und auf die nächste Generation warten, ein Neukauf ist hier nicht nötig, besonders, wenn man die Software aktuell hält. Wer noch ein älteres Macbook-Air-Modell sein eigen nennt, sollte sich die aktuellen Versionen ruhig einmal genauer ansehen.

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