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Macbook Pro

05.04.2006 | 12:48 Uhr |

Apples mobile Oberklassen-Macs genießen besonders bei professionellen Anwender ein hohes Ansehen. Nun muss die erste Generation mit Intel-Prozessor beweisen, ob sie das hohe Niveau halten kann.

Nach den iMacs, den ersten Apple-Computern mit Intel-Prozessoren, folgt nun eine neue Generation von mobilen Macs. Apple hat nicht nur die interne Technologie komplett umgekrempelt, auch der Name ist neu. Statt Powerbook heißen die Geräte nun Macbook Pro.

Im Inneren arbeitet, genau wie bei den Intel-iMacs eine Core-Duo-CPU von Intel mit 1,83 respektive 2,0 GHz Taktfrequenz. Ein High-End-Modell mit 2,16 GHz gibt es auch, aber das muss man im Internet über den Apple-Store bestellen. 2,16 GHz sind derzeit das Maximum an Taktfrequenz, das Intel mit dem Doppelkernprozessor anbietet und damit rechnet das High-End-Macbook-Pro – zumindest in der Theorie – schneller als der aktuelle 20-Zoll iMac. Die 160 MHz mehr Takt lässt sich Apple allerdings gut bezahlen. Satte 310 Euro kostet die schnellere CPU an Aufpreis. Damit lohnt sich diese Konfiguration nur für Anwender, die jedes Quäntchen Rechenleistung benötigen und nicht unbedingt auf den Preis achten müssen.

Rechenleistung

Das wichtigste Kaufkriterium ist die Rechengeschwindigkeit. Wer will schon lange Zeit damit verbringen, um auf Ergebnisse zu warten oder ständig im Arbeitsfluss unterbrochen werden, weil das System mal wieder ein, zwei Sekunden braucht, um auf Mausklicks zu reagieren?

Apple bewirbt die neuen portablen Macs mit vierfacher Leistung gegenüber den G4-Modellen, doch was in der Werbung so gut klingt, ist in der Praxis bei weitem nicht so einfach umzusetzen.

Betrachtet man synthetische Benchmarks, mag der Werbespruch noch hinhauen, doch spätestens im Praxiseinsatz offenbart sich die Wahrheit. Wir finden kaum Software, die wirklich die vierfache Leistung hinlegt. Viele Programme liegen noch nicht als Universal-Binary vor, laufen also nach wie vor unter der Power-PC-Emulation „Rosetta“. Hier muss man sogar deutliche Leistungseinbußen gegenüber den G4-Powerbooks hinnehmen.

Doch dieses Manko wird in der Zukunft verschwinden, wenn die Softwarehersteller mit angepassten Versionen auf den Markt kommen. Aus diesem Grund überarbeiten wir unser Testverfahren und nehmen die Programme aus Apples iLife-Paket in unseren Standard-Benchmarks auf. Damit befinden sich nun insgesamt 20 Tests zur Bestimmung der Rechen- und Grafikleistung in unserem Benchmark. Darunter auch ein neuer Test, der die Möglichkeiten von mehreren CPU-Kernen besser sichtbar machen soll.

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