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Mad Catz M.O.U.S. 9 im Test

17.07.2013 | 14:49 Uhr |

Nachdem in den vergangenen Monaten immer mehr Publisher ihre Games zeitnah auf den Mac bringen, hat auch die Zubehörindustrie den Wert des Mac erkannt – wir haben uns die M.O.U.S. 9 von Mad Catz näher angesehen.

Futuristisch und abgefahren, aber irgendwie cool. So wirkt die M.O.U.S. 9 von Mad Catz, wenn man sie nach dem Auspacken das erste Mal in Händen hält. Konservative User dürfte das extravagante Design, das entfernt an die Tranformers-Figuren der frühen Neunziger erinnert, erst mal abschrecken. Hat man die Maus aber ein paar Tage benutzt, stellt man fest: Das Design ist kein Selbstzweck, sondern auf den wichtigsten Anwendungszweck der M.O.U.S. 9 ausgelegt ist – Gaming.

Optimus Prime lässt grüßen

Die kabellose M.O.U.S. 9 ist eine waschechte Spielemaus: Sie besitzt insgesamt 12 Tasten, von denen 10 frei programmiert werden dürfen. Zusätzlich zum normalen Scrollrad besitzt die M.O.U.S. 9 noch ein weiteres, über den Daumen bedienbares horizontales Scrollrad. Die Handballenauflage der M.O.U.S. 9 ist variabel auf die Handgröße des potentiellen Nutzers einstellbar und lässt sich so auch für Menschen mit sehr kleinen oder sehr großen Händen einstellen. Die Maus ist damit äußerst flexibel und liegt angenehm in der Hand.

Dank des mit 990 DPI auflösenden Sensors und der „Track on Glass“-Technologie funktioniert der futuristische Nager auch auf gläsernen Oberflächen – ergänzt wird diese Vielseitigkeit durch einen reibungsarmen Mausfuß. Drückt und hält man die kreisrunde und mit dem Daumen gut zu erreichende „Precision Control“-Taste, schaltet die Maus in einen Präzisionsmodus mit verlangsamter Bewegung des Mauszeigers. Und das ist nicht nur für Ego-Shooter praktisch, sondern auch für produktive Anwendungen mit besonderen Anforderungen an die Präzision – beispielsweise Photoshop.

Meine Maus, meine Tasten

Neben den haptischen Vorzügen kann die M.O.U.S. 9 auch bei der Software punkten. Eingangs haben wir bereits darauf hingewiesen, dass 10 Tasten der Maus frei programmierbar sind. Das geschieht mittels der eigens mitgelieferten Treibersoftware. Nach der Installation liegt dieses in den Systemeinstellungen unter „Sonstige“ und kann zum Programmieren der Maustasten benutzt werden – komfortabel per „Drag and Drop“. Und auch eigene Makros sind mit der Software flugs erstellt.

Ein Highlight der Treibersoftware ist aber neben der „Drag and Drop“-Funktionalität die Profilverwaltung: Mal angenommen, Sie spielen neben Shootern auch noch Strategiespiele oder MMO‘s, können Sie in diesem Fall für jedes der entsprechenden Spiele oder Genres eigene Profile erstellen und über den Shortcut in der Menüleiste schnell wechseln. Alternativ können Profile auch mit bestimmten Apps verbunden werden, so dass beim App-Start auch das entsprechende Maus-Profil mit geladen werden kann.

Dank der mitgelieferten Software lassen sich die Zehn Tasten der Maus komfortabel programmieren.
Vergrößern Dank der mitgelieferten Software lassen sich die Zehn Tasten der Maus komfortabel programmieren.

Große Maus, kleiner Verbrauch

Gamer bevorzugen meist Kabelmäuse. Der wichtigste Grund hierfür: Es wäre suboptimal, wenn der Akku-Maus just im Gefecht der Saft ausginge. Damit das mit der kabellosen M.O.U.S. 9 nicht passiert, setzt der Hersteller auf die sparsame Bluetooth-Smart-Technologie. Diese sorgt dafür, dass mit einer einzigen AA-Batterie eine Laufzeit von einem knappen Jahr erreicht werden kann. Nutzt man einen Windows-8-PC mit Bluetooth 4.0 (oder Bootcamp-Mac mit Windows 8 und Bluetooth 4.0) lässt sich die M.O.U.S. 9 auch ohne den mitgelieferten Nano-Dongle verbinden.

Empfehlung

Mit einem Preis von knapp 130 Euro ist die M.O.U.S. 9 wahrlich kein Schnäppchen. Wer aber eine technisch gute und haptisch angenehme kabellose Spiele-Maus sucht, bekommt ein individuell anpassbares und rundes Paket. Wer lieber eine kleiner, kompakte Maus zum zocken möchte, kann einen Blick auf die Mad Catz R.A.T. M werfen – diese ist kleiner, bietet aber einen ähnlichen Komfort.

Mad Catz M.O.U.S. 9

Hersteller: Madcatz

Preis: 129,00 Euro

Note: 2,1

Vorzüge: Zehn programmierbare Tasten, umfangreiche Software, angenehme Haptik

Nachteile: hoher Preis, extravagantes Design

Alternative: Mad Catz Rat M

Bezugsquellen: Gameshark

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