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Mad Catz R.A.T. M im Test

19.07.2013 | 15:00 Uhr |

Spielemäuse haben am Mac seit jeher einen schweren Stand – dumm nur, dass Apples Magic Maus ihrer Touch-Fähigkeiten wegen zum Zocken nur bedingt geeignet ist. Darum haben wir uns mit der R.A.T. M eine kleine, aber leistungsstarke Alternative angesehen.

Nachdem wir uns bereits mit der etwas größeren M.O.U.S. 9 beschäftigt haben, werfen wir nun einen Blick auf ihren kleinen Bruder, die ebenfalls kabellos betriebene R.A.T. M – und die hat es faustdick hinterm Scrollrad.

Hi-Res-Gaming

Genauso wie die größere M.O.U.S. 9 bietet auch die knapp 130 Euro teure R.A.T. M 12 Tasten, von denen 10 frei programmiert werden dürfen (nicht konfigurierbar sind sinniger Weise die linke und rechte Maustaste). Neben dem mit dem Zeigefinger gut erreichbaren „Wing“-Button neben der linken Maustaste verfügt die Spielemaus noch über zwei weitere besondere Tasten: Direkt hinter dem aus Aluminium gefertigten Scrollrad sitzt der Knopf für die beiden verschiedenen dpi-Modi. Ein Tastendruck genügt nämlich, um die Helligkeit des Sensors von standardmäßig 800 dpi auf 2400 dpi zu erhöhen – und damit für eine schnellere Reaktionszeit der Maus zu sorgen. Maximal lässt sich die Helligkeit mittels Treibersoftware auf beachtliche 6400 dpi einstellen. Ergänzt wird diese Stärke durch die gute Pollingrate (Übertragungsrate an den Computer) von 120Hz und den reibungsarmen PTFE-Mausfuß.

Statt eines horizontalen Scrollrads bietet die R.A.T. M zudem den „5D“-Button der – wie der Name schon sagt – eine 5-Wege-Steuerung darstellt. Die Richtungstasten können dabei wie die anderen Schaltflächen frei programmiert werden. Hält man die Taste mittig gedrückt, wechselt die R.A.T. M in den Präzisionsmodus und verlangsamt so den Mauszeiger – vor allem zum Zielen in Shootern oder anderen Action-Titeln eine nützliche Funktion.

Kleiner Nager ganz groß

Haptisch macht die R.A.T. M trotz ihrer kompakten Abmessungen einen rundum gelungenen Eindruck. Dafür sorgt – neben den gut verarbeiteten Materialien Aluminium und Kunststoff – vor allem die anpassbare Handballenablage. Diese lässt sich in vier Stufen auf bis zu 15 mm verlängern und passt so auch in größere Hände. Damit ist die R.A.T. M ideal für den Einsatz als mobile Spielemaus neben einem Macbook. Bis auf den Fünf-Wege-Button sind dann auch alle Tasten gut mit etwas dickeren Fingern erreichbar; bei besagtem Button, der etwas zu tief angebracht ist, wird die Handhabung mit großem Daumen etwas schwieriger, ist aber noch immer im Rahmen des Möglichen.

Das Set an vorgefertigten Makros ist ziemlich umfangreich.
Vergrößern Das Set an vorgefertigten Makros ist ziemlich umfangreich.

Für die Stromversorgung der Bluetooth-Maus sorgen zwei AAA-Batterien – und die liefern bei normaler Nutzung ein knappes Jahr Saft zum Zocken. Um das zu ermöglichen, macht sich Mad Catz die „Bluetooth Smart“-Technologie zu Nutze, die für einen sparsamen und effektiven Datenaustausch zwischen Computer und Maus sorgt. Die Verbindung erfolgt dabei entweder über den mitgelieferten und in der Maus verstaubaren Nano-Dongle, oder unter Windows 8 mit Bluetooth 4.0 direkt und ohne Dongle – Mac-User benötigen also vorerst einen freien USB-Port.

„Drag and Drop“-Programmierung

Neben den gelungenen technischen Features liefert der Hersteller auch ein umfangreiches Treiberpaket mit, mit dem sich auf denkbar einfache Art und Weise die Tasten der Maus an die Bedürfnisse eines jeden Mac-Users anpassen lassen. Dabei bietet die Software zum einen vorgefertigte Makros, die sich per Drag-and-drop auf die entsprechenden Tasten verteilen lassen und zum anderen die Möglichkeit, selbst Tastenfolgen und Funktionen hinzuzufügen. Darüber hinaus lassen sich für verschiedene Spiele und Anwendungen separate Profile zum Wechseln anlegen, beispielsweise für Ego-Shooter oder Strategiespiele, die dann der entsprechenden App zum Autostart zugeordnet werden können – praktisch! Im Einstellungsmenü dürfen dann auch noch die Präzisionsstufen für den Sensor der R.A.T. M angepasst werden. Sie sehen: Der Anpassung an die persönlichen Vorlieben bei der Maussteuerung sind kaum Grenzen gesetzt.

In den Einstellungen der Treibersoftware lassen sich die Präzision der Abtastraten einstellen und auch die Restlaufzeit der Batterien wird angezeigt – nach knapp einmonatiger Nutzung noch immer ein knappes Jahr.
Vergrößern In den Einstellungen der Treibersoftware lassen sich die Präzision der Abtastraten einstellen und auch die Restlaufzeit der Batterien wird angezeigt – nach knapp einmonatiger Nutzung noch immer ein knappes Jahr.

Empfehlung

Wie schon beim größeren Modell M.O.U.S. 9 gilt auch für die R.A.T. M: der Preis von 130 Euro hat es in sich. Qualitativ und in Sachen Funktionsumfang gibt es aber denkbar wenig zu kritisieren. Die kleine Spielemaus bietet 10 programmierbare Tasten, Profile und Makros und lässt sich so an beinahe jede Situation bestens anpassen. Alles in allem eine rundum gelungene portable Spielemaus für den Mac.

Steckbrief: Mad Catz R.A.T. M

Hersteller: Mad Catz

Preis: 129 Euro

Note: 1,8

Vorzüge: Flexibel dank programmierbarer Tasten, kompakt und leicht, präzise Abtastung mit zwei DPI-Stufen

Nachteile: hoher Preis

Alternative: Mad Catz M.O.U.S. 9

Bezugsquellen: Gameshark

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