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Mail-Alternative Unibox im Test für OS X

13.02.2014 | 10:00 Uhr |

Der Münchner Entwickler Eightloops hat mit Unibox einen komplett anderen Ansatz gewählt: Statt ellenlangen Listen mit Mails gibt’s Konversationen.

„Email should be personal.“ Mit diesem Spruch wirbt Eightloops , der Entwickler der Mail-Alternative Unibox für seine Mac-App. Ein Slogan, den Unobox wörtlich nimmt: Mails werden hier nicht nur nach dem Eingangsdatum sortiert, sondern nach den Absendern – um dann in einer Konversationsansicht zusammengefügt zu werden. Ein ziemlich moderner Ansatz, gerade in Zeiten, in denen Messenger wie What’s App oder die sozialen Netzwerke die Kommunikation bestimmen.

Da mit den Absendern ein einzelner Aspekt im Mittelpunkt steht, kommt dann auch das Hauptfenster von Unibox sehr minimalistisch und ausgesprochen aufgeräumt daher: Links findet sich die Liste der Absender, rechts das Lesefenster. Klickt man auf einen Absender werden in chronologischer Reihenfolge alle Nachrichten – gesendete wie empfangene – angezeigt, die mit dem jeweiligen Kontakt ausgetauscht wurden. Aufwendige IMAP-Ordnerstrukturen werden von Unibox zwar unterstützt, werden dem Fokus auf Konversationen aber untergeordnet und im Unibox-Aufklappmenü versteckt.

Standardfunktionen wie „Weiterleiten“, „Antworten“ oder „Löschen“ werden kontextsensitiv im Lesefenster aus- bzw. eingeblendet. Unibox unterstütz neben den gängigen Postfach-Anbietern wie Apple, Google oder Yahoo auch Support für IMAP-basierte Exchange-Postfächer.

Der Konversations-orientierte Ansatz von Unibox hebt den Client deutlich von den Konkurrenten ab.
Vergrößern Der Konversations-orientierte Ansatz von Unibox hebt den Client deutlich von den Konkurrenten ab.

Einschätzung

Unibox nimmt sein Eingangs erwähntes Motto sehr ernst und rückt Personen in den Mittelpunkt. So frisch der Ansatz daherkommt, so frisch und geradlinig ist dann auch die optische Präsentation dieser Mail-Alternative. Wer mal etwas neues mit dem beinahe schon antiken Kommunikationsmittel E-Mail versuchen möchte, darf Unibox einen Testlauf erlauben. Wie bei Mail Pilot gilt allerdings: Wer seine jahrelang gehorteten IMAP-Postfächer und die damit verbundenen Workflows nicht überdenken will, sollte sich den Umstieg gut überlegen.

Unibox

Hersteller: Eightloops
Preis: 7,99 Euro (derzeit auf 1,79 Euro reduziert, Stand 13.02.2014)
Note: 2,4 gut

Leistung (50%)   2,0
Ausstattung (30%)   2,2
Bedienung (10%)    2,0
Dokumentation (10%)    5,0

Vorzüge: Schickes und schlankes Layout, Konversationsbasierte Anzeige, Schnell
Nachteile: Komplexere IMAP-Konfigurationen werden unübersichtlich, S/MIME und OpenPGP werden nicht unterstützt

Bezugsquellen: Mac App Store

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