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Test: Mailbox

20.02.2013 | 13:21 Uhr |

Mit der Mail-Alternative Mailbox konnten die Entwickler von Orchestra einen wahren Hype erzeugen, der durch die lange Wartezeit auf die App noch weiter verstärkt wurde. Ob Mailbox den hohen Erwartungen wohl gerecht wird?

Selten war ein schnödes Mailprogramm so heiß ersehnt worden, wie Orchestras Gmail-App Mailbox . Durch die reinweißen Teaser-Trailer und die elegante und geradlinige Aufmachung der App wuchs die Erwartungshaltung enorm – und entlud sich zum offiziellen App-Store-Launch von Mailbox in unzähligen negativen Bewertungen. Der Grund: Man entschied sich bei Orchestra aus Gründen der Serverperformance einen gestaffelten Start der App vorzunehmen. So konnte man zum Starttag der App zwar den Download aus dem App Store vornehmen, die App jedoch erst benutzen, wenn man an der Reihe war.

Orchestra vergab Tickets für den Zugang zur App nach dem Motto: „Wer zuerst kommt, mailt zuerst.“ Für die allermeisten iPhone-User die die App geladen haben, gibt es also außer einem Screen mit der Zahl der Reservierungen die vor einem bedient werden, nichts zu sehen. Orchestra hat uns einen Zugangscode für die App zukommen lassen, so dass wir uns von der Aufmachung und den Funktionen ein Bild machen konnten.

Schick, schicker, Mailbox

Wenn nur alle Apps so schick und geradlinig designt worden wären ... Man muss den Entwicklern von Mailbox wirklich ein großes Lob für die intuitive Bedienung der App und ihr aufgeräumtes Design aussprechen. Selten machte das Lesen von Mails mehr Spaß, vorausgesetzt man besitzt einen Gmail-Account von Google. Denn Mailbox ist im Moment eine reine Gmail-App, später sollen noch andere Anbieter folgen.

Einen genauen Zeitplan und weitere Informationen darüber, welche Dienste in Zukunft implementiert werden sollen, ließen sich die Entwickler jedoch nicht entlocken. Doch was macht Mailbox anders als beispielsweise Apples Mail? Das Geheimnis liegt im Layout der App: Im Grunde besteht das Hauptfenster der Mailbox-App aus drei Spalten. In der Mitte befindet sich das Postfach; hier flattern sämtliche Mails herein. Per Wischgeste nach rechts wischen verschiebt die entsprechende Mail als gelesen ins Archiv, während ein Wischen nach links die Mail auf Wiedervorlage setzt.

Dabei bietet Mailbox automatische Zeitrahmen für die Wiedervorlage an – Favorit ist dabei „Someday“, also irgendwann. Diese Aufteilung und die Nutzung einfacher Wischgesten zum Verwalten des Posteingangs macht das Lesen und Bearbeiten von E-Mails zum Vergnügen.

Empfehlung

Orchestra hat es geschafft, durch eine reduzierte Oberfläche und eine äußerst intuitive Bedienung eine sehr gelungene Mail-Alternative auf die Beine zu stellen.

Wie sich die Bedienung bei der Nutzung mehrerer Postfächer (Gmail, Hotmail, iCloud oder Exchange-Konten) verhält, ist im Moment nicht absehbar. Leider hat sich der Entwickler mit dem Ticketmodell und den langen Wartezeiten für den Zugang zur App keinen Gefallen getan. Und das ist schade. Bleibt zu hoffen, dass die App bald für alle Interessenten zugänglich sein wird und ebenfalls schnell andere Mail-Anbieter hinzukommen.

Mailbox

Hersteller: Orchestra
Preis: gratis
Note: 1,75
Vorzüge: interessantes Spalten-Design, intuitive Handhabung, aufgeräumt
Nachteile: Wartezeiten, im Moment nur Gmail-Support
Alternative: Mail-App, Sparrow
Bezugsquellen: App Store

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