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Media-Player

01.03.2007 | 10:46 Uhr |

Videos, Musik und Fotos, die auf einem Mac gespeichert sind, lassen sich im Wohnzimmer genießen – auch wenn der Mac in einem ganz anderen Raum steht. Über das Netz empfangen Media-Player das mediale Futter.

Netgear, EVA 8000
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Auf einen Blick
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Einen Computer wollen viele nicht im Wohnzimmer haben. Meist macht er Krach, sieht hässlich aus und braucht viel Strom. Doch viel zu schade wäre es, all die schönen Fotos, Filme und Musik, die auf der Festplatte schlummern, nur im Arbeitszimmer genießen zu können. Freilich gibt es Windows-Rechner mit Media-Center-Funktion, die in der Praxis allerdings kompliziert zu bedienen sind und nicht immer zuverlässig funktionieren. Eine Alternative ist ein neuerer Apple-Rechner, der bereits mit Frontrow und Fernbedienung geliefert wird. Doch auch wenn sich beispielsweise ein Mac Mini mit seinem kleinen, schicken Gehäuse gut in die Wohnzimmerlandschaft einfügt und sogar leise ist – es bleibt doch ein Computer, für den ein Fernseher als Display gerade mal zur Unterhaltung reicht. Sonst bleibt er als Computerbildschirm nur eingeschränkt geeignet. So liegt es nahe, die Inhalte via Ethernet-Kabel oder drahtlos zu einem geeigneten Empfänger ins Wohnzimmer zu schicken. Das schöne neue Unterhaltungsprogramm lässt sich so zudem komfortabel und einfach bedienen. Apple bringt mit Apple TV ebenfalls einen Media-Player in die Wohnzimmer, doch dieser dient vor allem dazu, iTunes-Inhalte und besonders im iTunes Store gekaufte Musik und Filme ins Wohnzimmer zu schicken. So unterstützt diese Box keinen Fernsehempfänger und lässt sich trotz eingebauter Festplatte nicht als Harddisk-Videorecorder verwenden. Auch per Eye TV aufgezeichnete Fernsehsendungen lassen sich nur über zeitaufwendige Umkodierungen mit Apple TV ansehen.

Doch es gibt Alternativen: Andere Media-Player geben dank der Software Eye Connect am Mac aufgezeichnete Fernsehsendungen direkt wieder. So spart man sich einen Harddisk-Recorder, zudem lassen sich am Mac mit TV-Empfänger Filme komfortabler aufnehmen, nachbearbeiten und archivieren als auf einer Festplatte. Man programmiert die Fernsehprogramme über den Internet-Dienst tvtv oder über den Electronic Program Guide (EPG), den das DVB-Signal automatisch mit sendet. Werbeblöcke lassen sich später am Mac bequem entfernen.

Vom Mac ins Wohnzimmer

Die Hersteller von Media-Playern verwenden derzeit zwei verschiedene Verfahren, um den Mac in einen Media-Server zu verwandeln: zum einen das Protokoll HTTP, das bei Syabas zum Einsatz kommt, und zum anderen den von Intel unterstützten Standard UPnP-AV.

Drathlos stottern
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Die Mehrzahl der Hersteller nutzt das Referenz-Design von Syabas und fertigt darauf aufbauend ihre eigenen Media-Player mit spezieller Firmware und unterschiedlichen Anschlüssen. Zu dieser Gruppe gehören der teilweise noch im Handel erhältliche Eye Home von Elgato, Pinnacles Show Center SC1000 und dessen Nachfolger SC200. Neuere Modelle wie Buffalo Link Theater PC-P3LWG/DVD, Netgear EVA700 und Snazio Net DVD Cinema HD SZ1350 können auch HD-Filme wie MPEG2-HD und WMV9-HD abspielen und sind kompatibel zu UPnP-AV. Das modernere Format H.264 beherrscht derzeit keines der getesteten Geräte. Rein UPnP-AV fähige Media-Player sind neben dem Philips SLM5500, der sich als Netgear MP115 zu erkennen gibt, der D-Link DSM-520 und der mit ihm verwandte Fujitsu Siemens Activy Media Player 150.

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