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Test Phaseone Media Pro 1.2

25.01.2012 | 11:35 Uhr |

Ursprünglich von iView Multimedia entwickelt, wurde das getestete Media Pro unter dem Namen iView Mediapro bekannt, später von Microsoft gekauft und als Expression Media vertrieben.

Phaseone als neuer Besitzer hat sich jetzt der Multimediadatenbank angenommen und ergänzt damit den hauseigenen RAW-Konverter Capure One in idealer Weise.

Geblieben ist die Beschränkung auf die reine Verwaltung von Bild-, Audio-, Video- und Dokumentenformaten. Somit lassen sich beispielsweise nicht nur die Fotos eines Projektes verwalten, sondern auch gleich noch die dazugehörigen Textdokumente oder Vektorgrafiken. Bei den Dokumentenformaten ist die Auswahl jedoch nicht sehr groß und beschränkt sich auf die Microsoft Office-Fomate wie Word, Excel und Powerpoint sowie TXT und PDF.

Den Fokus bei der Weiterentwicklung scheint Phaseone auf die RAW-Dateiformate von Digitalkameras gelegt zu haben, denn hier ist Media Pro auf der Höhe der Zeit. Bei den Vektorformaten sollte man noch nachlegen, so haben wir beispielsweise SVG sehr vermisst.

Puristisch

Beschränkung auf das Wesentliche bezieht sich auch auf die Funktionen für die Datenbank- und Auswahl. Es gibt keine Bildbearbeitung wie bei Adobe Photoshop Lightroom oder Apple Aperture. Obwohl - so ganz stimmt das nicht, ein paar kleine einfache Funktionen wie beispielsweise das Beschneiden gibt es schon. Das erledigt man aber besser in einer Bildbearbeitung. Darüber hinaus ist auch eine praktische Stapelkonvertierung integriert.

Wenn man sich nur auf eine Sache konzentrieren muss, so sollte man das auch richtig können. Und hier enttäuscht Media Pro in keinster Weise. Die Benutzeroberfläche ist angepasst an den Look von Capture One und sehr übersichtlich, so dass auch Anfänger direkt damit klar kommen. Der Bilderimport von 104 RAW-Bilder einer Leica S2 (7,4 GB Daten) inklusive der Erzeugung von Vorschaubildern dauert knapp 2:43 Minuten. Das entspricht in etwa der Geschwindigkeit von Adobe Photoshop Lightroom 4.

Insgesamt darf ein Katalog bis zu 128.000 Dateien enthalten. In einem Testkatalog mit mehr als 35.000 Bildern ist beispielsweise immer noch ein sehr zügiges Scrollen möglich und zwar wesentlich schneller als in Lightroom.

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