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Test: Mini-Beamer Vivitek Qumi

08.06.2012 | 15:00 Uhr |

Der Mini-Beamer Qumi eignet sich gut für das abendliche Heimkino, nur das Lüftergeräusch könnte leiser sein.

Mit einem Gewicht von weniger als 500 Gramm und einer Grundfläche, die nur etwas größer ist als eine Hand ist, lässt sich der Qumi bequem transportieren. Dabei geizt das kleine Gerät nicht mit Funktionen: Über den HDMI-Anschluss nimmt es Verbindung mit einem Mac auf, ein Adapter für den AV-Eingang verbindet es mit iPad, iPhone und iPod Touch, und über einen universellen Eingang kann man unter anderem eine VGA-Verbindung herstellen. Kabel liegen jeweils bei, das HDMI-Kabel sogar in zwei unterschiedlichen Ausführungen. Zudem hat das Gerät einen USB-Anschluss und einen Micro-SD-Steckplatz. Die auf den Speichermedien abgelegten Filme, Bilder und Musiktitel lassen sich dann über den integrierten Medien-Player abspielen. Auch Word- und Excel-Dokumente und PDFs verarbeitet die integrierte Software.

Im Test verbinden wir den Beamer per HDMI-Kabel mit einem Mac Mini und spielen Filme sowohl im DVD-Player als auch in iTunes ab sowie eine Diashow in iPhoto. Dazu synchronisieren wir den Beamer mit dem Monitor, da unter Lion der Vollbildmodus nicht auf einem Zweitmonitor funktioniert. Für den iOS-Test setzen wir einen iPod Touch ein. Die Übertragung auf den Beamer funktioniert aber nur mit den Apps Fotos (im Präsentationsmodus), Videos sowie Musik (für Musik-Videos) und iTunes (für Video-Trailer). Andere Apps wie beispielsweise Flickr erkennen den Beamer nicht und die Bilder lassen sich nicht anzeigen. Im dritten Testdurchgang speichern wir Filme, Bilder, Musiktitel und Word- sowie PDF-Dateien auf einen USB-Stick. Alle Dateien lassen sich mit den integrierten Media-Playern anzeigen beziehungsweise abspielen. Bei den Filmformaten unterstützt der Media-Player H.264, MPEG-4, VC-1, WMV9, DivX(Xvid), Real Video, AVS und MJPEG, bei den Bildern JPEG, PNG und BMP. Getestet haben wir H.264 und JPEG.

LED-Beamer mit 720p Auflösung

Name: Vivitek Qumi
 
Preis: € 550, CHF 735
 
Note: 2,3 gut
 
Leistung (30%)                        2,4
Ausstattung (20%)                   1,2
Handhabung (20%)                  1,6
Ergonomie/Verbrauch (30%)    3,5
 
Plus: Viele Anschlüsse, langlebige LED-Lampe, handlich
Minus: Lauter Lüfter, Verdunkelung notwendig
 
Alternativen: Acer K330, LG HW300Y, Viewsonic PLED-W500
 
Auflösung: 1280 x 800 Pixel (720p)

Projektionssystem: DLP

Helligkeit: 300 ANSI Lumen

Lampen-Lebensdauer: bis zu 30 000 Stunden

Anschlüsse: 3,5 mm AV, Mini HDMI, Universal I/O für VGA und Component Input, USB, Micro-SD, Audio-Out; integrierter Mono-Lautsprecher, Stativgewinde

Stromverbrauch (Durchschnitt): 42,2 W
 

Lauter Lüfter

Der Qumi hat eine Linse mit Festbrennweite, der maximale Projektionsabstand beträgt drei Meter. Dann bekommt man eine Bilddiagonale von rund 2,3 Metern, was zur Vorführung auch mit mehreren Personen ausreichend ist. Über ein Rad neben der Linse wird die Schärfe geregelt, eine Trapez-Korrektur kann man über das Menü vornehmen. Der Beamer verwendet als Lichquelle LED , die Lampe soll bis zu 30 000 Stunden durchhalten können, was die Folgekosten gegenüber herkömmlichen Lampen deutlich reduziert und auch den Stromverbrauch senkt. Da die Lichtstärke mit 300 ANSI-Lumen nicht besonders hoch ist, taugt der Qumi nicht für Präsentationen bei Tageslicht. Die Bilder sind dann verwaschen, Texte kaum zu lesen. In einem abgedunkelten Raum oder Nachts ist die Bildqualität gut. Störend ist jedoch das laute Lüftergeräusch, das wir mit 2,2 Sone in der Schallmesskammer ermitteln.

Dreht man die an den Beamer angeschlossenen Boxen etwas auf, lässt sich das Geräusch beim Filme-Anschauen noch gut übertönen, bei zu einer Präsentation gesprochenem Text ist es jedoch lästig.

Zur Steuerung verfügt der Qumi oben auf dem Gerät über beleuchtete Sensortasten sowie über eine Fernbedienung. Die Beleuchtung der Tasten schaltet sich nach kurzer Zeit wieder automatisch aus. Die angeschlossenen Geräte beziehungsweise Datenträger werden im Test automatisch erkannt. Beim iPod Touch muss dazu aber zuerst der Abspielvorgang gestartet werden.
 

Empfehlung

Der Qumi eignet sich wegen der geringen Lichtstärke vor allem für Vorführungen im privaten Bereich in abgedunkelten Räumen und liegt auch preislich noch in erschwinglichen Regionen. Lästig ist jedoch das laute Lüftergeräusch.

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