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Test Mirage Druck Plug-In V1.2.1: Profi-Druck für Photoshop und Indesign

07.07.2009 | 16:33 Uhr |

Das Foto ist im Kasten, digital optimiert und der krönende Abschluss ist der Ausdruck. Und genau hier scheitert so manche Druckeausgabe an den Einstellungen. Hier setzt das Druck Plug-In Mirage an. Auf einen Blick sind die Einstellungen für die Papiergröße inklusive Rand, die Bildposition und der Rendering Intent einstellbar

Die große Voransicht gibt - einen kalibrierten Bildschirm vorausgesetzt - einen sehr guten Eindruck über das zu erwartende Ergebnis. So lassen sich auch erstmals die verschiedenen Rendering Intents beurteilen. Vielleicht bringt das den ein oder anderen auch auf die Idee, einmal damit zu experimentieren. Ebenfalls praktisch an der Vorschau ist die freie Positionierung auf dem Blatt sowie die Mehrfachpositionierung eines Bildes auf einem Blatt. Rasterungen beziehungsweise die direkte Angabe des Randes erleichtern dies. Nutzer großer Monitore lernen das skalierbare Fenster zu schätzen.

Nicht nur der Farb-"Drucker" kommt auf seine Kosten, sondern auch Freunde des Schwarz-Weiß Drucks. Zum ersten Mal lassen sich die Gamma-Einstellungen des Epson-Druckertreibers, wie hell oder dunkler, auch in einer Vorschau beurteilen. Ein Blind-Druck wie bisher ist nicht mehr möglich. So manches Bild bekommt hier den letzten Kick verpasst.

Der professionelle Druckdienstleister freut sich über so wichtige Punkte wie: Pass-, Eck-Schnitt- und Falzmarken, Kalibrationsstreifen und eine Beschriftung. Praktisch ist, dass auch diese in der Vorschau angezeigt werden. Ein ebenso wichtiges Profifeature und ein Novum ist das automatische Spiegeln der Kanten für den Leinwanddruck. Eine wichtige Zeitersparnis gegenüber der mühsamen Handarbeit in Photoshop.

Bevor man die Vorteile des Plug-Ins nutzen kann, muss man sich die Mühe machen und für jedes Papier ein "Benutzerdefiniertes Medium" anlegen. Neben einem individuellen Namen werden hier die ICC-Profile den entsprechenden Druckqualitäten, Tinten und Papieren zugewiesen. Der große Vorteil: mit der Wahl des Papiers wird auch automatisch das richtige Profil ausgewählt. Das kann dann auch ein Laie bedienen und eine große Fehlerquelle ist eliminiert.

Empfehlung

Jeder, der schon einmal an den Druckereinstellungen verzweifelt ist, genervt ist von den Größenbegrenzungen des Epson Plug-Ins oder gerne auch mal ein individuelles Papierformat einsetzen möchte, wird Mirage schätzen lernen. Die Vorschau sorgt für ein gutes Gefühl und die Bedienung geht leicht von der Hand. Für Profis unverzichtbar und für Fotografen ein Luxus, der vieles leichter oder so manches - wie den Panoramadruck - erst richtig möglich macht. Leider nur für Epson Drucker. tb

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