1037439

Test Iris Scan Anywhere 2: Unterwegs Dokumente scannen

13.07.2010 | 10:44 Uhr |

Mit dem Scan Anywhere 2 von Iris lassen sich Dokumente erfassen, ohne dass man ihn an einen Mac oder an eine Steckdose anschließen muss

Iris Scan Anywhere 2
Vergrößern Iris Scan Anywhere 2
© Iris

Der Scanner arbeitet unabhängig von einem Rechner und einer Steckdose und legt die gescannten Seiten und Fotos im JPEG-Format entweder im internen Speicher des Geräts (512 MB) oder auf einer SD-Karte (eine Karte mit 1 GB ist im Lieferumfang enthalten) beziehungsweise einem angeschlossenen USB-Stick ab. Gescannt wird nur die Oberseite des Dokuments. Da der Scanner keinen Einzug hat, muss man die Blätter von Hand anlegen, was hin und wieder zu schiefen Scan-Ergebnissen führt. Zum Scannen einer A4-Seite benötigt der Scanner rund neun Sekunden, und anschließend weitere neun Sekunden, um die Daten im Speicher abzulegen. Erst dann kann man mit dem Scannen fortfahren. Die Geräuschkulisse beim Scannen ist dezent.

Schließt man den Scanner über das mitgelieferte USB-Kabel am Mac an, erscheinen alle Speichermedien wie externe Laufwerke auf dem Schreibtisch. Da sich das Gerät automatisch nach rund fünf Minuten ausschaltet und dann auch die Laufwerke deaktiviert werden, sollte man die Daten vor der Weiterverarbeitung zuerst auf den Rechner kopieren. Ansonsten gibt es eine Meldung vom System, dass die Datenträger nicht ordnungsgerecht ausgeworfen worden seien. Solange der Scanner mit dem Mac verbunden ist, wird sein Akku geladen.

Texterkennung

Zur Weiterverarbeitung der Scans liegt die Software Read Iris bei. Man kann mit ihr die gescannten Dokumente öffnen und in Texte (RTF, .odt), Word-Dateien (.docx) oder in PDFs (mit und ohne hinterlegten Text) umwandeln. Tabellen lassen sich im Excel-Format (.xlsx) sichern. Direktes Scannen ist mit dem Gerät nicht möglich. Die Texterkennung ist gut und unterstützt sehr viele Sprachen, nur bei weißem Text auf farbigem Untergrund ist das Ergebnis nicht zufrieden stellend. Wir verwenden als Testobjekte Artikel aus der Macwelt, Briefe, die Texte und Zahlen enthalten, sowie Zeitungsausschnitte. Diese dürfen aber nicht viel länger als eine A4-Seite sein, sonst bricht am Ende der Scan ab. In vielen Fällen gelingt es Read Iris, das Layout der Vorlage im Word-Dokument zu erhalten. Ein zweispaltiger Zeitungsartikel mit umflossener Grafik zeigt aber die Grenzen dieser Umsetzung auf. Read Iris verfügt auch über einen Lernmodus. Ist er aktiviert, kann man für alle von der Software angezweifelten Buchstaben die korrekte Entsprechung zuweisen. Scannt man häufiger Dokumente desselben Typs, lassen sich die gelernten Buchstaben als Wörterbuch sichern und dann jeweils für die Texterkennung auswählen.

Erstaunlich gut ist die Qualität der gescannten Bilder. Für die Bildbearbeitung reicht es zwar nicht, aber für E-Mails und Webseiten sind die Bilder gut zu gebrauchen. Am Scanner, der standardmäßig mit 300 dpi scannt, kann man auch zu 600 dpi wechseln. Einen sichtbaren Qualitätsgewinn gibt es jedoch nicht, nur das Scannen dauert entsprechend länger. Da die Bilder als JPEG gespeichert werden, kann man sie direkt in einer Bildbearbeitung öffnen. Zusätzlich liegt dem Scanner das Programm Card Iris bei, mit dem sich gescannte Visitenkarten erfassen und direkt an das Adressbuch übergeben lassen.

Empfehlung

Wer an wechselnden Arbeitsplätzen Unterlagen erfassen möchte, bekommt mit dem Scanner ein mobiles Gerät, das ohne einen Rechner arbeitet. Bei sehr vielen zu erfassenden Dokumenten ist jedoch ein Scanner, der einen Einzug bietet und beidseitig scannt die bessere Wahl, auch wenn man dann einen Mac mitnehmen muss.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1037439