Von Christian Möller - 03.06.2009, 12:20

Monitore im Kinoformat

LCD-Displays mit 24 Zoll

Das Angebot an großformatigen Monitoren wird immer unübersichtlicher. Zu den Modellen im klassischen 16:10-Breitbildformat gesellen sich immer mehr Monitore im Kinoformat 16:9. Wir stellen 24-Zöller ab 220 Euro auf den Prüfstand - lesen Sie den Testbericht am Mittwoch an dieser Stelle.
Bislang konnte man das Seitenformat 16:9 nur im Bereich Home-Cinema bei LCD-TVs, Plasmageräten oder Heimkino-Projektoren finden. In letzter Zeit macht sich das Breitbildformat auch bei den PC-Monitoren bemerkbar.

Seitenformat 16:9 – nur scheinbar näher am Kino?

Die Hersteller argumentieren, dass man auf einem 16:9-Monitor Kinofilme in besserer Qualität anschauen kann, weil die Filme nicht verzerrt werden. 16:10-Bildschirme würden das Bild in der Höhe sichtbar strecken und so würden aus Kreisen Ellipsen, Menschen bekämen den typischen "Eierkopf"-Effekt.
Das stimmt jedoch nur teilweise. Bei der Wiedergabe von DVDs auf dem Mac oder PC achtet die DVD-Playersoftware in den meisten Fällen schon selbst darauf, dass das Seitenformat des Films nicht gesteckt wird. Eierköpfe entstehen so also nicht. Der zusätzliche Darstellungsbereich des Monitors wird jedoch mit schwarzen Balken am oberen und unteren Bildrand ausgefüllt.
Besonders bei LCD-Displays führt das allerdings dazu, dass die Balken im abgedunkelten Raum nicht völlig schwarz, sondern dunkelgrau erscheinen. Dies kann tatsächlich die Wiedergabe stören.
In diesem Fall würde ein Monitor im 16:9-Bildformat tatsächlich für ein besseres Kinoerlebnis sorgen, aber auch hier gibt es einen Pferdefuß. Die meisten Kinofilme sind nicht im Seitenformat 16:9, sondern im Breitwandformat 2,35:1 aufgenommen. Selbst auf einem 16:9-Monitor bleiben also sichtbare schwarze Balken am oberen und unteren Rand bestehen. Bei Displays im Format 16:10 sind diese lediglich etwas größer.
Einen echten Vorteil bringen 16:9-Monitore in der Praxis also nicht. Sie zeigen aber sichtbare Nachteile, denn es gehen eine ganze Menge Bildpunkte verloren. Statt 1200 Bildzeilen sieht man nur noch 1080 Zeilen. Besonders wenn man im Bereich der professionellen Videoproduktion arbeitet, ist dieser zusätzliche Bereich jedoch nützlich, um Paletten oder Werkzeugleisten zu platzieren.
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