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LCD-Displays der Mittelklasse

27.09.2011 | 10:33 Uhr |

Die Preise für Mittelklasse-Displays mit hochwertigen LCD-Panels sinken langsam aber stetig. Wir testen neun aktuelle Modelle mit 23- und 24-Zoll-Diagonale zwischen 180 und 730 Euro. Die Bildqualität überzeugt durchwegs, nur hat gut die Hälfte des Testfeldes einen bedeutenden Nachteil.

Als Mitteklasse definieren wir LCD-Displays, die nicht mit den preiswerten TN-Panels ausgestattet sind, sondern über hochwertigere Innereien verfügen. Meist setzen die Hersteller hier IPS- oder PVA-Panels ein. Diese unterscheide sich von den TN-Versionen hauptsächlich in der Farbstabilität bei spitzen Blickwinkeln, aber auch im Farbumfang und im Kontrast. Das ist vor allem im Sektor Design, in der Druckvorstufe aber auch beispielsweise bei Fotografen oder Video-Profis ein entscheidender Faktor.

Wir testen Mittelklasse-Displays daher auch unter professionellen Bedingungen und messen Farbumfang und Farblinearität bei zwei verschiedenen Einstellungen. Einmal in der Büro-Variante bei einem Weißpunkt von D65 beim Gammawert von 2,2 und zusätzlich bei den in der Druckvorstufe üblichen Parametern D50 und Gamma 1,8.

Ausstattung, Anschlüsse und Funktionen

Im Vergleich zur Einsteigerklasse bieten die Monitor-Modelle in der Mittelklasse außer einem besseren Panel meist auch mehr Ausstattungsdetails. Eine Höhenverstellbarkeit ist hier in der Regel Pflicht, ebenso verschiedene analoge und digitale Anschlüsse. Legt man noch ein paar Euro drauf, bekommt man auch eine sparsame LED-Hintergrundbeleuchtung, die Hochformatfunktion (wichtig für Portrait-Fotografen) oder einen Lichtsensor, der die Helligkeit des Bildes automatisch an das Umgebungslicht anpasst.

Die beste Ausstattung des Testfeldes liefert der Flexscan S2433W von Eizo: Eingebaute Lautsprecher, Höhenverstellung, Hochformatfunktion, Umgebungslichtsensor, USB-Hub mit vier Downstream-Anschlüssen, Display-Port-Anschluss; die Liste lässt sich noch weiter fortsetzen. An Vielseitigkeit ist der Eizo kaum zu überbieten, allerdings kostet er mit über 700 Euro auch das meiste Geld. In puncto Ausstattung folgt ihm der Multisync PA231W von NEC dicht auf dem Fuß. Zwar verzichtet er auf Lautsprecher, bietet dafür aber eine per Software steuerbare Helligkeitseinstellung. Diese lässt sich allerdings nur mit der Kalbrierungssoftware Basiccolor nutzen, die man separat kaufen muss.

Der Eizo-Monitor bietet einen Lichtsensor, der die Helligkeit des Displays bei dunkler Umgebung herunter regelt. Bei voller Helligkeit braucht der Monitor dennoch zu viel Strom.
Vergrößern Der Eizo-Monitor bietet einen Lichtsensor, der die Helligkeit des Displays bei dunkler Umgebung herunter regelt. Bei voller Helligkeit braucht der Monitor dennoch zu viel Strom.

Das Schlusslicht beim Punkt Ausstattung hält der i2353FH von AOC. Hier bekommt man nicht einmal eine Höhenverstellung. Allerdings ist das Gerät mit 180 Euro auch der preiswerteste Vertreter im Testfeld.

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