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Motorola Rokr E1

24.10.2005 | 10:05 Uhr |

Der Fun-Faktor ist begrenzt: Motorolas iTunes-Handy überzeugt nicht, speichert bloß 100 Songs – und die brauchen satte 80 Minuten vom Rechner auf das Telefon. Auch sonst ist Geduld gefragt.

Der „Rocker“ ist in Deutschland angekommen. Doch die Ergebnisse unserer US-amerikanischen Kollegen, die wir bereits in der letzten Macwelt-Ausgabe zusammengefasst hatten, haben sich mit unserem Test nicht geändert – und die waren schon alles andere als gut. Das Motorola Rokr E1 ist zwar das erste Mobiltelefon mit einem integrierten iTunes-Client, doch so einen Fehler, wie auf eine zügige Datenübertragung zwischen Computer und iTunes-Handy zu verzichten, den darf man den Ingenieuren bei Motorola nicht verzeihen.

Der Kardinalfehler

Über 80 Minuten benötigt der Datentransfer von 100 Titeln. Wer auf „Beenden“ drückt, bricht den Vorgang nicht ab, sondern kehrt zurück ins Hauptmenü.
Vergrößern Über 80 Minuten benötigt der Datentransfer von 100 Titeln. Wer auf „Beenden“ drückt, bricht den Vorgang nicht ab, sondern kehrt zurück ins Hauptmenü.

Vom iPod sind die Benutzer gewohnt, dass innerhalb von Minuten dank Firewire oder USB 2.0 hunderte Musiktitel vom Computer auf Apples MP3-Player bewegt werden können. Auf das Rokr passen maximal genau 100 Titel, unabhängig vom freien Speicher. Diese Limitierung, von Apple aus Gründen des Digitalen Rechtemanagement eingebaut, wäre ja noch verschmerzbar. Doch dass diese hundert Titel deutlich über 80 Minuten brauchen, um den Weg auf das iTunes-Handy zu finden, das ist – vorsichtig formuliert – sehr bedauernswert.

Die Voreinstellumgem in iTunes ähneln denen des iPod Shuffle, etwa das Umkodieren von großen Dateien ins AAC-Format.
Vergrößern Die Voreinstellumgem in iTunes ähneln denen des iPod Shuffle, etwa das Umkodieren von großen Dateien ins AAC-Format.

Der Grund dafür: Motorola hat darauf verzichtet, dem Rokr einen USB-2.0-Controller zu spendieren. Das führt zu den dramatisch langsamen Datenraten. Auch die vom iPod Shuffle bekannte Option, qualitativ hochwertig codierte Musiktitel auf das AAC-Format mit 128 kBit herunterzurechen, kann nicht die Ursache für dieses wirklich lahme Ergebnis sein, denn das Quellmaterial hatte genau diese Qualität.

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