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Multifunktionsdrucker für kleine Büros

12.04.2011 | 12:54 Uhr |

Laser oder Tinte ist die erste Frage, wenn man ein Gerät für kleine Büros sucht. Technisch gesehen spielen beide Druckarten auf hohem Niveau, entscheidend ist, wofür man das Gerät verwendet

Ein für professionelle Büroaufgaben gebauter Tintenstrahl-Multifunktionsdrucker ist günstiger in der Anschaffung und in aller Regel auch beim drucken, braucht deutlich weniger Strom und ist oft sogar flotter als ein Multifunktionsgerät auf Basis eines Laser- oder LED-Druckers. Doch Laserdrucker haben gerade für Büroanwendungen einen entscheidenden Vorteil, denn deren Ausdrucke sind Dokumentenecht und verwischen nicht, wenn sie beispielsweise feucht werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass das Druckbild von Schrift auf Normalpapier sichtbar brillanter wirkt, da der Toner das Schwarz satter zu Papier bringt als Tinte. Da ein Bürodrucker doch regelmäßig in Betrieb ist, ist ein weiterer Vorteil recht gering: Einen Laserdrucker kann man jahrelang ausgeschaltet lassen und er druckt dann immer noch ohne Streifen wegen verstopften Druckerdüsen. Wir stellen unsere vier Testkandidaten daher dem derzeitigen Referenzgerät eines Tintenstrahl-Multifunktionsdrucker für kleine Büros gegenüber, dem HP Officejet 8500A Plus.

Die Ausstattung

In unserem sind die Einsteiger-Multifunktionsgeräte HP Laserjet Pro CM1415fnw sowie Samsung CLX-3185FW. Beide Geräte arbeiten zwar für Laserdrucker leise, aber auch sehr langsam. Außerdem sind hier die Druckkosten vergleichsweise hoch und die Geräte müssen ohne automatischen doppelseitigen Druck (Duplex) auskommen, das sollte für einen Bürodrucker allerdings Standard sein. Wuchtiger und jeweils rund 100 Euro teurer sind die Geräte von Brother und Dell, die man nicht direkt am Arbeitsplatz aufstellen sollte. Auch wenn kein lauter nachlaufender Lüfter stört, die Druckgeräusche sind doch recht hoch. Beide Geräte können Blätter automatisch beidseitig bedrucken und bieten einen größeren Papiervorrat, der sich bei beiden mit einer zweiten Papierkassette erweitern lässt.

Alle Testkandidaten bieten die Möglichkeiten zum drucken, scannen, kopieren und, bis auf den Brother DCP-9055DN, faxen. Darüber hinaus haben alle Geräte außer dem Brother DCP-9055DN einen USB-Anschluss an der Vorderseite. Hier kann man entweder direkt auf ein USB-Speicherstick scannen oder auf dem USB-Stick gespeicherte Dokumente direkt ausdrucken. Beim Samsung CLX-3185FW lässt sich indes kein PDF-Dokument direkt ausgeben, die ist bei den Geräten von HP und Dell möglich.

Die meisten Modelle im Test setzen auf eine klassische Bedienung am Gerät mit Schaltern und einem Monochrom-Display. Nur der HP Laserjet Pro CM1415fnw bietet ein Touchscreen, mit dem die Bedienung sehr leicht und intuitiv gelingt. Auch wenn die Bedienkonzepte sich teils sehr unterscheiden lassen sich alle Geräte leicht verwenden. Vor der Laserdrucker-Technik muss man sich nicht abschrecken lassen, wenn es um Serviceeingriffe wie das Wechseln der Toner geht: Dies gelingt bei allen Testkandidaten ebenfalls sehr leicht. Beim Dell 2155cdn wechselt man die Toner an der rechten Seite, dies muss man beim Aufstellen des Geräts zusätzlichen Platz einkalkulieren. Bei allen anderen Geräten gelangt man von der Vorderseite zu den Verbrauchsmaterialien.

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