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Test Oki MC561dn: Multifunktionsdrucker für Arbeitsgruppen

04.02.2011 | 11:29 Uhr |

Mit dem MC561dn bringt Oki einen Büro-Allrounder für kleine Arbeitsgruppen auf den Markt. Seite Funktionen sich vielfältig und viel versprechend. Wir testen, wie sich der Multifunktionsdrucker mit Farb-LED-Druckwerk im Alltag von Mac-Benutzern schlägt.

Für kleine Arbeitsgruppen bis zu zehn Mitarbeitern positioniert Oki den MC561dn. Das Gerät ist für Büroaufgaben bestens ausgestattet. Es bietet neben den Grundfunktionen drucken, kopieren, scannen und faxen einige Besonderheiten. So kann sowohl der Drucker Blätter automatisch beidseitig bedrucken (Duplex-Druck), als auch der Einzugsscanner Vorgagen durch automatisches Wenden des Blatts beidseitig einlesen (Duplex-Scan). Letzteres ist besonders beim Fax-Senden doppelseitiger Vorlagen sehr nützlich. Zudem lässt sich eine Vorlage einscannen und in den Formaten PDF, JPEG oder Tiff auch per E-Mail versenden. Um das Eintippen der E-Mail-Adresse zu erleichtern, befindet sich unter einer Klappe am Gerät eine kleine QWERTY-Tastatur. An der Vorderseite findet man eine USB-Schnittstelle, hier lassen sich auf einem USB-Stick gespeicherte PDF-Dokumente direkt ausdrucken oder Scans auf den USB-Stick speichern.

Hilfreich ist die Job-Makro-Funktion. Arbeitsabläufe, die häufig vorkommen, beispielsweise einen Duplex-Scan als E-Mail an eine bestimmte Adresse verschicken, kann man als Voreinstellung speichern. Der Arbeitsablauf lässt sich einfach erstellen und man hat zehn Speicherplätze für verschiedene Arbeitsabläufe. Das Aufrufen eines Job-Makro könnte aber einfacher und direkter gestaltet sein: Man braucht mindestens fünf Tastendrucke um ein Job-Makro zu starten. Die übrige Bedienung des Geräts gelingt ansonsten leicht, das hintergrundbeleuchtete Monochrom-Display lässt sich zudem hochklappen.

Mac-Unterstützung

Oki MC561dn
Vergrößern Oki MC561dn
© Malte Jeschke

Der Druckertreiber überzeugt mit einer sehr guten Integration in die Druckertreiber-Architektur vom Mac-OS. Sowohl per USB wie auch per Ethernet treten keine Probleme auf, allerdings will der Secure-Print nicht gelingen, bei dem man am Gerät zunächst einen Code eingeben muss, damit der Druckjob ausgegeben wird. Mitgeliefert ist zudem ein TWAIN-Scantreiber, der die nötigsten Einstellungen bietet und sich vorwiegend für den Dokumentenscan eignet. Umständlich ist, dass man am Gerät zunächst "Scan > Remote Scan" anwählen muss, bevor man vom Mac aus per USB-Verbindung scannen kann. Ist der Multifunktionsdrucker per Ethernet verbunden, kann man vom Mac aus nur drucken. Auch die Scan-to-PC-Funktion am Gerät ist mit einem Mac als Empfänger nicht möglich. Gänzlich fehlt eine Fax-Unterstützung für den Mac, doch immerhin kann man einkommende Faxe beispielsweise auf eine E-Mail-Adresse weiterleiten.

Im lokalen Netz

Entweder per USB oder Ethernet lässt sich das Gerät mit einem Mac verbinden. Allerdings arbeitet der MC561dn geräuschvoll, zudem stört der sehr lange nachlaufende und laute Lüfter. Daher sollte man das Gerät nicht unmittelbar am Arbeitsplatz positionieren. Aber als Arbeitsplatzdrucker ist das Gerät ohnehin nicht gedacht, daher bietet der MC561dn auch eine Ethernet-Schnittstelle. Per Ethernet in ein lokales Netz eingebunden lässt sich der Oki MC561dn sehr schnell und unkompliziert am Mac einrichten, da er das Bonjour-Protokoll unterstützt.

Die Einstellungen des Geräts kann man über eine Internet-Seite einrichten. Dank Bonjour erscheint der Drucker auch automatisch in der Lesezeichen-Leiste von Safari. Der Admin-Bereich ist indes anspruchsvoll und teilweise vom Laien nicht mehr zu konfigurieren. So bedarf es beispielsweise Fachwissen, das E-Mail-Konto einzustellen, damit man die Funktion Scan-to-Email aktivieren kann. Zudem ist die Menüsprache im Admin-Bereich nur Englisch.

Drucken und kopieren

Der Drucker nutzt das identische Druckwerk der C500-Serie und bietet eine 250 Blatt fassende Papierkassette sowie einen 100 Blatt fassenden Einzelblatt-Einzug. Auf der Rückseite lässt sich eine Klappe öffnen um so einen geraden Papierweg für das bedrucken dicker Medien zu ermöglichen. Darüber hinaus kann man - Oki-typisch - ein Banner drucken, bei diesem Gerät bis maximal 130 cm Länge. Der Drucker lässt sich mit einer zweiten Papierkassette erweitern. Öffnet man den Drucker-Deckel um Toner oder Verschleißteile zu tauschen, arretiert der Scanner-Deckel automatisch und klappt so nicht unbeabsichtigt auf. Beim Wechseln des Toners muss man aufpassen, sich nicht mit Tonerstaub zu beschmutzen. Das Austauschen aller Verschleiß- und Verbrauchsteile gelingt sehr leicht. Mitgeliefert sind Toner, die für jeweils 2000 Seiten reichen. Ein nachgekaufter schwarzer Toner reicht für 3500 Ausdrucke (54 Euro) beziehungsweise 5000 Ausdrucke (65 Euro), CMY-Toner für je 2000 Seiten (je 72 Euro) beziehungsweise 5000 Seiten (je 140 Euro). So kostet eine Textseite im günstigsten Fall 1,3 Cent, eine Farbseite 9,7 Cent.

Die Druckqualität von Texten ist sehr gut, sie werden scharf abgebildet. Fotos und Grafiken bringt der Drucker mit leichten Querstreifen und einen Tick zu dunkel auf das Papier. Die Ausdrucke sind durch den Toner sehr glänzend, die Auflösung ist hoch. In Standard-Auflösung schafft der Drucker im Test 27 Textseiten pro Minute, die erste Textseite liegt nach 14 Sekunden im Ausgabefach (aus dem Ruhezustand nach 18 Sekunden). Unser sechsseitiges PDF-Dokument ist nach 62 Sekunden gedruckt, per Duplex nach 76 Sekunden. So ist der Drucker sehr flott und leistungsfähig.

Auch der Kopierer arbeitet sehr schnell, nach 18 Sekunden liegt eine A4-Farbkopie im Ausgabefach. Die Kopien sind von guter Qualität. Bemerkenswert ist, dass das Gerät mehrere Aufgaben gleichzeitig bewältigen kann. So ist es beispielsweise möglich, während eines umfangreichen Druckjobs gleichzeitig ein Fax zu versenden.

Empfehlung

Der Oki MC561dn ist für seine Größe ein sehr flottes und leistungsstarkes Multifunktionsgerät. Zudem ist die Ausgabequalität von Drucker und Scanner hoch und das Gerät bietet viele nützliche Funktionen. Allerdings ist das Konfigurieren dieser Funktionen für den Laien schwierig. Zudem stört vor allem der laute und lange nachlaufende Lüfter. Mac-Benutzer müssen im Gegensatz zu Windows-Anwendern auf eine Fax-Unterstützung und auf Netzwerk-Scan verzichten.

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