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Multifunktionsfotodrucker

25.04.2008 | 10:51 Uhr |

Multifunktionsdrucker längst ihren Platz gefunden. Sie eignen sich für die meisten Druck-, Scan- und Kopieraufgaben, die in den eigenen vier Wänden anfallen. Fotografiert man gerne, bieten einige Modelle eine besonders gute Fotoausgabe. Diesen Geräten widmen wir uns in diesem Test.

Geräte von 200 Euro bis 300 Euro haben wir in das Testfeld aufgenommen. Der Neueinsteiger Kodak schickt sich an, den etablierten Druckermarken einige Käufer abspenstig zu machen. Das könnte mit günstigen Tintenkosten gelingen, auch wenn Kodak leider als einziger neben einer Schwarzpatrone eine Kombipatrone verwendet, die man wegwerfen muss, sobald eine der fünf Tinten verbraucht ist. Während der Testphase hat Epson übrigens den betagten Stylus Photo RX640 aus dem Programm genommen. Da er allerdings noch keinen Nachfolger bekommen hat, der ebenfalls Dias scannen kann, belassen wir ihn im Test.

Trotz teils sehr großen Funktionsumfangs lassen sich die Geräte von HP und Canon leicht bedienen. Herausragend sind hier beide Canon-Geräte die ähnlich wie der iPod ein Scrollrad als zentrales Navigationsinstrument verwenden. So viele Funktionen wie die Konkurrenz bietet der Kodak Easyshare 5300 nicht. Der Vorteil dabei ist, dass sich das Gerät so ebenfalls leicht bedienen lässt. Etwas nüchtern, aber logisch und gut bedienbar sind auch die beiden Geräte von Epson.

Viele Funktionen

Diascan: Mit dem Canon Pixma MP970 und dem Epson Stylus Photo RX6540 (hier abgebildet) lassen sich auch Dias und Filmstreifen scannen. Der benötigte Rahmen findet bei Nichtgebrauch hinter der Scannabdeckung Platz.
Vergrößern Diascan: Mit dem Canon Pixma MP970 und dem Epson Stylus Photo RX6540 (hier abgebildet) lassen sich auch Dias und Filmstreifen scannen. Der benötigte Rahmen findet bei Nichtgebrauch hinter der Scannabdeckung Platz.

Wie es sich für einen anständigen Multifunktionsdrucker gehört, arbeitet jedes Gerät im Test auch ohne Mac oder PC. Eigenständiges Kopieren in Farbe oder Graustufen gehört zum guten Ton, ebenso bieten alle Modelle Steckplätze für die gängigen Speicherkarten. Auch ein Pictbridge-Anschluss ist Standard. Nur der HP Photosmart C6820 muss ohne diesen USB-Anschluss auskommen, über den man direkt per Pictbridge-fähiger Kamera Fotos ausdrucken kann. Die Geräte erkennen Speichersticks mit Pictbridge-Anschluss, ausgenommen die beiden Testkandidaten von Canon. Beim Epson Stylus Photo RX685 ist der Pictbridge-fähige USB-Anschluss soweit in das Gehäuse versetzt, dass man dicke USB-Sticks nicht einschieben kann. Zudem erkennt das Gerät zwar Bilder auf einem Speicherstick, mountet diesen aber nicht am Mac.

Für den Direktdruck von Fotos haben die Geräte nützliche Funktionen parat. Bis auf den Kodak Easyshare 5300 bieten alle Modelle eine automatische Bildverbesserung und die Möglichkeit, das Bild zu beschneiden. Vor allem die beiden HP-Geräte bieten hier noch einiges mehr. Gut gefällt uns beispielsweise die automatische Korrektur von Roten Augen. Diese Funktion bietet auch der Epson Stylus Photo RX685 und sie arbeitet bei allen Modellen gut. Dank Durchlichteinheit kann man mit dem Epson Stylus Photo RX640 und dem Canon Pixma MP970 auch Positiv- und Negativfilmstreifen sowie Dias direkt drucken. Bei beiden Geräten erzielen wir gute Ergebnisse.

Auf einen Blick
Vergrößern Auf einen Blick

Alle Modelle im Test können eine Übersicht aller Bilder einer Speicherkarte ausdrucken. Auf diesen Ausdruck kann man die gewünschten Bilder sowie das Format mit einem Stift markieren, den Ausdruck auf den Scanner legen und so den Druckauftrag für diese Fotos starten.

HP denkt bei seinen beiden Geräten auch an Schüler. Über einen eigenen Menüpunkt kann man verschiedene Vorlagen ausdrucken, beispielsweise für Musiknoten, ein metrisches Diagrammpapier oder Ringbuchpapier.

Gescannte Vorlagen kann man mit den Geräten auch direkt auf die Speicherkarte oder – bei den zuvor genanten Geräten – auf einen USB-Stick kopieren.

Die Geräte von Canon und Epson bieten die Möglichkeit, CDs zu bedrucken. Komfortabler und mit etwas besserer Qualität gelingt das beiden Canon-Modellen. Wenig komfortabel ist allerdings, dass man bei allen Geräten den CD-Schlitten bei Nichtgebrauch nicht im Gerät selbst unterbringen kann. Der Direktdruck auf eine CD ist auch ohne Mac möglich. Bei allen Geräten kann man eine CD einscannen und dessen Cover direkt auf den Rohling drucken oder Bilder ab einer Speicherkarte auswählen.

Neben einem USB-Anschluss bieten die beiden Geräte von HP und der Canon Pixma MP970 einen Ethernet-Anschluss. Zudem ist der HP Photosmart C7280 mit einer Airport-kompatiblen Wi-Fi-Schnittstelle ausgestattet und bietet als einziges Gerät im Test eine Faxfunktion.

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