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Test Buffalo Technology LinkTheater HD: Multimedia vom Mac ins Wohnzimmer

31.07.2009 | 17:16 Uhr |

Filme, Musik und Fotos kann man vom Mac aus ins Wohnzimmer streamen. Dazu muss man mit der Software Twonkymedia oder Eyeconnect den Mac zum UPnP-AV-Server verwandeln, auf den ein entsprechender Client wie der hier getestete Link Theater HD zugreifen kann.

Das sehr kompakte Gehäuse ist in dezentem Schwarz gehalten, auffällig sind die zwei großen Antennen für den schnellen IEEE802.11n WLAN-Standard. Der Anschluss, mit HDMI und digital Audio, geht schnell von statten. Länger dauert es, den drahtlosen Zugang einzurichten. Schuld daran sind die unübersichtliche Fernbedienung und die langen Wartezeiten beim Suchen und Verbinden mit dem Access-Point. Die uneinheitliche Bedienung - mal wird mit Pfeil nach rechts und mal mit OK bestätigt - tut ihr übriges. Die Verbindung zu einer Airport Express wird mit hoher Empfangsleistung angezeigt, ist aber sehr instabil. Wir haben daher den Test mit Ethernetverkabelung weitergeführt. Hier klappte die Verbindung sofort, störend beim Systemstart ist nur die lange Startzeit von 22 Sekunden wegen der regelmäßigen Updateprüfung. Die Einrichtung und Bedienung erklärt ein mehrsprachiges und gedrucktes Handbuch kurz und knapp.

Über den Home-Bildschirm hat man einen direkten Zugriff auf UPnP-AV/DLNA-Server (Browse Media), den Inhalt eines angeschlossenen USB-Sticks/Festplatte (FAT32), eine Überspiel-Funktion für die Daten eines Camcorders oder Kamera (auf ein angeschlossenes USB-Laufwerk) und auf die Einstellungen. Als Server konnten wir erfolgreich Twonkymedia 4 und eine Linkstation Mini verwenden, ein Betrieb mit Eyeconnect ist nicht möglich.

Die ausschließlich englische Benutzeroberfläche ist schlicht, lässt sich aber über die Pfeiltasten gut bedienen. Für ein schnelles Blättern in langen Listen gibt es spezielle Up/Down-Tasten. Für die Anzeige von Bildern gibt es einen Slideshow-Modus, den man über die Wiedergabetaste aktiviert - jedoch ohne Überblendungen. Die Listenansicht überzeugt mit Vorschaubildern in sehr guter Qualität. Mit der Zoom-Taste auf der Fernbedienung werden die Bilder in sehr guter Qualität auf maximale Bildschirmgröße vergrößert. Die Musikwiedergabe enttäuscht; Zwar ist die Anzeige in der Listen- und Wiedergabeansicht gut gelöst - es werden ID3-Tags wie Titel, Album, Genre und Spielzeit angezeigt, aber das Spulen ist ohne Ton. Praktisch ist die Skip-Funktion, mit der man kurze Sprünge von 15 Sekunden nicht nur in Liedern, sondern auch in Videos ausführt. Im Videobereich kann das Link Theater eher überzeugen. Die Formatunterstützung ist bis zur HD-Größe und h264 sehr breit. Sogar Quicktime-MOVs in h264 werden gespielt (nicht 1080p), beispielsweise die Tutorial-Videos von Apple in sehr guter Qualität. Nur bei VOBs patzt das Link Theater, nach zwei VOBs ist ein Neustart fällig, weil kein weiteres Video abgespielt werden kann. Dies passiert auch beim Versuch, nicht unterstützte Dateiformate wie AVCHD abzuspielen. Interessanterweise tritt dieses Phänomen nicht bei einer Linkstation Mini als Server auf, hier wird sogar das AVCHD abgespielt.

Empfehlung

Den perfekten Mediaplayer gibt es noch nicht. Zum Video schauen ist das Link Theater gut zu brauchen. Die Performance und die Qualität sind sehr gut. Leider fehlt eine Zoom-Funktion für die Anpassung an den Bildschirm. Die mangelnde Kompatibilität zu VOBs kann man verschmerzen, da die wichtigsten HD-Formate inkl. H264 problemlos abgespielt werden. Wie bei vielen Mediaplayern sind die Bild und die Musikwiedergabe nicht seine Stärke, vor allem, weil Musikstücke nur einzeln abgespielt werden - Ausnahme vom USB-Stick. tb

Link Theater HD Nfiniti
Vergrößern Link Theater HD Nfiniti
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