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Test Netgear Neo TV 550

09.02.2011 | 15:39 Uhr |

Der Neo TV 550 ist ein neuer Vertreter von Mediaplayern, die es Jedem recht machen möchten und nahezu jedes Format abspielen können.

Netgear Neo TV 550
Vergrößern Netgear Neo TV 550
© Netgear

Die möglichen Anschlüsse für Medien sind sehr vielfältig - von Ethernet für den Zugriff auf SMB-Freigaben und NFS , über einen USB-Anschluss für Festplattenlaufwerke bis hin zu einem SD-Steckplatz. Die beiden letztgenannten sind gut zugänglich auf der Vorderseite. Auf der Rückseite befinden sich ein weiterer USB- und ein eSATA-Anschluss, die man beispielsweise für ein Bluray-Laufwerk verwenden kann. Damit wird der Neo TV 550 zu einem vollwertigen Bluray-Player, der dann auch kopiergeschützte Blurays abspielen kann. Diese Möglichkeit haben wir aber nicht testen können, da es noch nicht von Netgear freigegeben ist. Sehr gut funktioniert das Abspielen von Bluray-Imagedateien wie auch DVD-Images - natürlich nur von nicht kopiergeschützten Quellen. Überhaupt ist die Formatauswahl exzellent, und man findet kaum ein AV-Format, das er nicht unterstützt. Auffallend ist aber der träge Zugriff auf HD-Material, auch von der Festplatte. Egal, ob h.264, MPEG2, WMV oder VC1, das Abspielen und Spulen klappt ohne Probleme, ebenso wie die Tonspurwahl. Und das sowohl in SD, wie auch in HD. Ebenso zeigt er sich bei den Tonformat nicht wählerisch und nimmt nahezu jedes Format: Von Dolby Digital Stereo bis True HD und 7.1-Kanälen. Für den vollen Genuss der 7.1-Kanäle muss der Neo TV über HDMI an einem Suroundverstärker mit eingebautem HD-Dekoder angeschlossen sein. Nur bei bei einigen wenigen Quicktime-Filmen kann er ins Stocken geraten.

Weniger beigeistern können die Internet-Funktionen wie Youtube und Flickr. Sie wirken etwas lieblos integriert und speziell Youtube läuft nicht stabil. Das können aktuelle Fernseher besser. Dafür zeigt der Neo TV 550 als Musikplayer die ID3-Tags wie Interpret und Titel. Ebenso nutzt er den Platz auf dem Bildschirm um die Album-Cover zu zeigen. Sogar eine Art Cover-Flow ist möglich. Ansonsten erfreut er mit guter Handhabung, ist aber nicht so übersichtlich und leicht zu bedienen wie das Apple TV . Das gleiche gilt auch für die Anzeige von Bilder. Sie werden einzeln oder als Diashow von jeder angeschlossenen Quelle in guter Qualität und ruckfrei abgespielt.

Die Benutzeroberfläche ist klar strukturiert und auf einem Full-HD-Fernseher gut lesbar. Neben den Rubriken für Video, Photo und Audio, bei denen sich nur entsprechende Dateiformate abspielen lassen, ist bei "Ordner durchsuchen" jedes Dateiformat auswähl- und abspielbar. Dank Direkttasten auf der Fernbedienung muss man sich nicht durch das Menü navigieren, sondern springt direkt in das richtige Verzeichnis. Bei Dunkelheit erschwert die fehlende Tastaturbeleuchtung einen sicheren Zugriff, die fluoreszierenden Tasten sind zu schwach und keine Alternative zu einer direkten Beleuchtung. Praktisch sind Zusatztasten wie diejenige für die Audiospur und Untertitel bei Videodateien. Ebenso komfortabel ist, dass die Skip-Taste bei einigen Videoformaten mit Kapitelmarker, wie bei MKV, innerhalb des Filmes springt. Nicht komfortabel und sehr techniklastig ist hingegen die Einrichtung zum Zugriff auf SMB-Freigaben. Damit das klappt, muss man vorher in den Systemeinstellungen die Dateifreigabe inklusive der SMB-Freigabe aktivieren und entsprechende Ordner oder Laufwerke angeben.

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