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Test D-Link Boxee Box

25.02.2011 | 16:47 Uhr |

Die Boxee Box (auch: DSM-380), entstanden in Kooperation von D-Link und Boxee, ist im Wortsinn ein schräger Würfel. Das Innenleben des ungewöhnlich designten Mediaplayers und -clients (unter anderem Samba und DLNA/UPnP) kann sich aber sehen lassen.

Die vielen möglichen Medieninhalte machen die Boxee Box zu einer interessanten Alternative zum mehr restriktiven Apple TV. Die mit einem Intel-Atom-Prozessor CE4100 betriebene Boxee Box kann Full-HD-Auflösung (1080p), Apple TV bringt weniger als die Hälfte auf den TV-Bildschirm. Die Formatunterstützung bei Filmen, Musik und Fotos ist sehr gut - die Liste der nutzbaren Codecs und Mediencontainer ist lang und jede unserer Testfilmdateien, bei DVD-Rips einschließlich Navigation, ist abspielbar. Noch ein großes Plus ist, dass zukünftige Codecs per Firmware-Update aufgespielt werden können, was bei vergleichbaren Geräten mit DSPs nicht der Fall ist.

Schräger Würfel: Mit einem ungewöhnlichen Design präsentiert sich das Mediacenter Boxee Box.
Vergrößern Schräger Würfel: Mit einem ungewöhnlichen Design präsentiert sich das Mediacenter Boxee Box.
© D-Link

Die mit WLAN (n/g/b) und Gigabit-Ethernet ausgestattete Boxee Box hat neben dem Zugriff auf lokale Medien einen Schwerpunkt auf Internet-Inhalte, zudem sind die sozialen Netzwerke Facebook und Twitter nutzbar. Im Geiste der Zeit gibt es auch Apps - die sind aber mehrheitlich angepasste Webseiten von Internet-Medienanbietern. Zum Testzeitpunkt sind 155 dieser Apps verfügbar, offizielle deutschsprachige Angebote sind jedoch kaum vorhanden (ebenso ist die Benutzeroberfläche der Boxee Box noch englischsprachig; eine deutsche Version soll noch im ersten Quartal 2011 folgen). In einigen dieser Apps wie Flickr, Ted Talks, Wired oder Youtube kann man mit der Funk-Fernbedienung der Boxee Box problemlos navigieren, andere öffnen jedoch ein normales Webseite, in der die Navigation via Fernbedienung sehr umständlich ist. Und einige Apps sind sogar fehlerhaft, verweigern den Vollbildmodus zeigen auch mal nur einen Schwarzbild.

Die Fernbedienung ist auf beiden Seiten bedienbar: die eine Seite bietet drei Tasten und eine Vier-Wege-Navigation; dreht man die Fernbedienung um, kann man eine QWERTY-Tastatur mit beiden Daumen bedienen. Bei nicht taghellem Licht sind die Tasten allerdings kaum ablesbar. Möchte man die Boxee Box verwenden, muss man sich zunächst am Startbildschirm bei Boxee online registrieren, was technisch eigentlich unnötig ist. Die Firma steuert den Software-Teil zur Boxee Box bei. Die Software, die auf dem Open-Souce-Mediaplayer XMBC aufbaut, gibt es übrigens für umsonst auch für Mac und neuerdings für iPad und als Beta für AppleTV. Über den Web-Browser von Mac oder iPad ist es möglich, Inhalte auf die Boxee Box zu lenken. Wegen des hohen Standby-Verbrauchs sollte man die Boxee Box nach dem Mediengenuss ausschalten, das geht einfach per Fernbedienung.

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