1378291

Test Drobo FS

24.01.2012 | 14:41 Uhr |

Bis zu fünf 3,5-Zoll-Festplatten nimmt das Netzwerk-fähige RAID-Leergehäuse Drobo FS auf.

Laut Hersteller Data Robotics sollen seine Drobo-Laufwerke wesentlich einfacher zu bedienen und zu erweitern sein, als herkömmliche RAID-Systeme. Die in den Laufwerken eingesetzte Datenverwaltung bezeichnet der Hersteller als "BeyondRAID".

Das von uns getestete Netzlaufwerk Drobo FS, das bis zu fünf 3,5-Zoll-Laufwerke aufnehmen kann, wird diesem Anspruch gerecht. Zum einen lassen sich Festplatten unterschiedlicher Größe einsetzen (wir verwenden vier Platten mit 1 TB und 1,5 TB), ohne dass dabei die kleinste Festplatte das verfügbare Datenvolume bestimmt. Zum anderen ist es jederzeit möglich, weitere Festplatten hinzuzufügen beziehungsweise kleinere Platten durch größere zu ersetzen, ohne etwas neu konfigurieren zu müssen.

Ein Teil des verfügbaren Speicherplatz ist für die Datensicherheit reserviert und entspricht dem Datenvolumen der jeweils größten Festplatte. Dabei schützt die Standardeinstellung gegen den Ausfall einer Platte. Im Test können wir weiterhin auf die Daten zugreifen, nachdem wir eine der vier Festplatten aus dem Gehäuse entfernen. Auch das Hinzufügen einer weiteren Platte im laufenden Betrieb hat keine Auswirkungen auf den Datenzugriff und das zusätzliche Speichervolumen steht nach kurzer Zeit zur Verfügung. Es ist zudem möglich, das System auch für den Ausfall von zwei Festplatten zu konfigurieren, wozu man nur eine Checkbox markieren muss.

Einfache Erweiterung

Drobo FS
© Data Robotics

Das Gehäuse des Drobo FS ist mit fünf Einschüben ausgestattet, in die die Festplatten einfach eingeschoben werden. Ein Festplattenträger muss nicht montiert werden. Im Test betreiben wir das Drobo an einer Time Capsule, die als Router dient. Das Netzlaufwerk erscheint automatisch im Finder mit der standardmäßig eingerichteten öffentlichen Freigabe. Zur Konfiguration benötigt man das Drobo Dashboard, wobei es empfehlenswert ist, immer die aktuellste Version von der Drobo-Webseite zu laden, denn die unserem Testgerät beiliegende Version war nicht mit OS X Lion kompatibel. Über das Dashboard lässt sich auch die Firmware aktualisieren. Ansonsten dient die Software dazu, Shares und Benutzer einzurichten und die Informationen über den Status und die verfügbare Kapazität anzuzeigen. Auch die Ruhevorgabe für die Festplatten wird im Dashboard vorgenommen. Im Test geht aber der laute Laufwerkslüfter nicht ebenfalls in den Ruhezustand. Wegen der erheblichen Geräuschkulisse eignet sich das Drobo deshalb nur für den Betrieb in einem separaten Raum.

Langsames Backup

Das Drobo FS unterstützt Time Machine. Die Option aktiviert man im Dashboard und kann dabei auch festlegen, wie viel Speicherplatz hierfür verfügbar sein soll. Das erste Backup mit 157 GB über eine Gigabit-Ethernetverbindung benötigt mehr als sechs Stunden, die Übertragungsrate liegt bei rund 41 MB pro Minute. Bei der Datenübertragung im Finder (Kopieren eines Films mit 2,27 GB) erreichen wir im Vergleich Übertragungsraten von 1,6 GB pro Minute beim Schreiben und 3,78 GB pro Minute beim Lesen. Auch der Zugriff auf das Backup über Time Machine ist nicht sehr schnell.

Wenig zu bieten hat das Drobo bei zusätzlichen Optionen wie beispielsweise einem Medien- oder iTunes-Server. Es gibt zwar die Möglichkeit, auf einer besonderen Freigabe Unix-Programme wie Apache oder den Medienserver Fuppes zu installieren, man ist bei der Konfiguration aber auf sich selbst angewiesen und kommt ohne entsprechenden Kenntnisse nicht ans Ziel.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1378291