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NEC Spectraview Reference 21

19.09.2005 | 13:53 Uhr |

6000 Euro sind eine Stange Geld für einen Monitor. Doch der Preis relativiert sich angesichts von Kosten, die entstehen, wenn die Farbe nicht stimmt, wo sie stimmen muss: bei Grafik-Profis und in der Druckvorstufe.

NEC Spectraview Reference 21
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Am Grundprinzip der LCD-Monitor-Technologie hat sich seit der Entwicklung nichts geändert. Das durch Filter polarisierte Licht einer Hintergrundbeleuchtung fällt durch LCD-Zellen, wird hier mehr oder weniger stark durchgelassen und über Filterfolien eingefärbt. Als Hintergrundbeleuchtung kommen weißes Licht abstrahlende Kaltlichtröhren zum Einsatz. Erstmals nun soll sich an diesem Prinzip etwas ändern. Die Japanische Firma NEC hat als erster Monitorhersteller ein Display zur Serienreife gebracht, das statt Kaltlichtröhren Leuchtdioden (LEDs) als Hintergrundbeleuchtung einsetzt. Die Vorteile liegen auf der Hand: LEDs sind haltbarer als Kaltlichtröhren und vor allem, die Farbe des Hintergrundlichtes lässt sich stufenlos regeln. Das ist besonders in der Druckvorstufe von Vorteil, wo man mit verschiedenen Weißpunkten arbeitet zwischen 5000 und 6500 Kelvin arbeitet. Herkömmliche LCD-Monitore müssen den Weißpunkt über die Grafikkarte verändern, wodurch man sowohl Helligkeit als auch Dynamikbereich verliert.

Im Macwelt-Testcenter zeigt der Monitor, dass sich die lange Entwicklungsphase gelohnt hat. In punkto Farbraum und Helligkeitsverteilung setzt das Gerät neue Maßstäbe und lässt sogar unseren bisherigen Spitzenreiter, den Eizo CG220 hinter sich. Zwar liegt die maximale Helligkeit mit 209 cd/qm unter dem Niveau anderer Monitore, aber gerade in der Druckvorstufe kommt es nicht auf Helligkeit, sondern auf Homogenität des Bildes an. Eine Standardabweichung von 3,9 cd/qm ist der derzeit beste von uns gemessene Wert. Auch beim Farbraum schlägt der NEC den Konkurrenten von Eizo, wenn auch nur knapp. In den Rot- und Blautönen liegt der NEC vorn, während der Eizo seine Stärken bei den Grün- und Gelbtönen hat.

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