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Netshuttle DSL Wireless

20.06.2003 | 12:32 Uhr |

Hermstedt hat in dem ADSL-Wireless-Modem-Router viele Kritikpunkte beseitigt, die wir am kleinen Bruder "Netshuttle DSL" in Macwelt 2/2003 noch geäußert haben.

Auf den ersten Blick unterscheiden sich das Netshuttle DSL und sein WLAN-Nachfolger in der etwas helleren Gehäusefarbe und der seitlich herausragenden Antenne der eingebauten 802.11b-PC-Card. Diese Konstruktion hat einen überraschenden Nachteil: Mehrere Testpersonen zogen impulsiv am Antennenmodul, das mit einer scheinbar praktischen Griffmulde zum spontanen Herausziehen animiert. Leider ist das vom Hersteller nicht vorgesehen - nach dieser Aktion muss die Antenne wieder mit viel Gefühl in den Einschub wandern. In der Schachtel liegt neben zwei Kabeln für den Anschluss an einen ISDN-Anschluss und den DSL-Splitter auch ein Cat5-Crossover-Kabel zur Verbindung mit einem einzelnen Rechner. Soll das neue Netshuttle mehrere stationäre Rechner mit dem Internet versorgen, ist ein zusätzlicher Hub oder Switch zur Verteilung der Daten notwendig. Nach wenigen Sekunden Aufbau zeigt sich das Gerät mit in schickem blau leuchtenden Status-Dioden betriebsbereit - eine sehr angenehme Erfahrung, angesichts unserer Probleme mit dem Netshuttle-Modell ohne WLAN-Access-Point (siehe Macwelt 2/2003 ab Seite 48).

Entdecker gesucht

Während also die Hardware mehr oder weniger überzeugt, folgt der kritische Blick in die Software-Abteilung. Wie bei Hermstedt üblich liegt dem Netshuttle DSL Wireless auch ein Installations-Assistent für Mac-OS X bereit. Einziger Vorteil dieses Tools gegenüber der Weboberfläche ist die automatische Suche nach einer neuen Firmware auf den Hermstedt-Servern. Findet die Software ein solches Upgrade, startet nach dem Herunterladen automatisch die Aktualisierung. Ansonsten sind alle Features auch über das Web-Interface erreichbar, welches mit den aktuellen Versionen von Safari, Mozilla und Internet Explorer einwandfrei zusammenarbeitet.
In der Februar-Ausgabe bemängelten wir noch die rudimentären Optionen der Web-Konfiguration, die viele Features vor dem Benutzer verbarg. An dieser Stelle hat sich mit dem drahtlosen Netshuttle DSL einiges getan. In nahezu jedem Abschnitt existiert ein "Experte"-Knopf, der weitere Möglichkeit erschließt. Besonders wichtig ist das beispielsweise in der Abteilung "Firewall": Während vor wenigen Monaten hier nur drei einfach beschriebene Stufen für den IP-Paketfilter existierten, lassen sich vordefinierten Regelsätze jetzt auch detailliert anzeigen und verändern. Für Netz-Profis interessant: Hermstedts Wireless-Gerät kann sich ohne Probleme in zwei Subnetzen gleichzeitig aufhalten und für angeschlossene Clients per DHCP-Relay gültige IP-Adressen von einem Server holen. Beim ISDN-Fallback stehen mehrere Provider mit passenden Einwahlnummern bereits zur Verfügung, inklusive einiger Call-by-Call-Anbieter. Als einziger Hersteller von DSL-Geräten bietet Hermstedt das Web-Interface in Deutsch, Englisch und Französisch an - der Benutzer kann jederzeit zwischen diesen Sprachen per Knopfdruck wechseln.

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