1378498

Test Seagate Freeagent Goflex Home 3TB

31.01.2012 | 15:16 Uhr |

Möglichst leicht einzurichten soll der Netzwerkspeicher von Seagate sein. Wir tetsten, ob das zutrifft

Bei einem Netzspeicher (auch NAS genannt) kommt man oft nicht umhin, sich mit der IT-Technik auszukennen. So sollte man beispielsweise mit den Begriffen SMB und AFP etwas anfangen können oder wissen, was eine Nutzerverwaltung ist.

Seagate möchte mit dem Freeagent Goflex Home den Anwender mit diesem technischen Hintergrundwissen nicht belasten. Das Konzept scheint erst einmal aufzugehen. Der Aufbau ist einfach: Festplatte in die Halterung stecken, Kabel verbinden und einschalten. Zuerst wird die Festplatte für den Betrieb vorbereitet. Das kostet zwar einige Zeit, läuft aber automatisch ab.

Einrichten mit Assistenten

Die eigentliche Einrichtung erfolgt über einen Assistenten in drei Schritten und wird auf Deutsch erklärt. Hierbei wird zusammen mit dem Anwender auch das Time Machine Backup eingerichtet und Hilfsprogramme installiert. Die Hilfsprogramme sind für den schnellen Zugriff auf die Freigaben (Das könnte man auch über den Finder machen) und auf die Web-Oberfläche. Diese könnte man auch direkt mit dem Web-Browser machen. Da das Goflex Home kein Bonjour unterstützt, sollte man sich die Adresse "goflexhome.local" für den Zugriff merken. Neben dem erwähnten Time Machine Backup sind noch ein FTP-Server , ein DLNA-Medienserver und ein Druckerserver im Angebot. Letzterer funktioniert auch mit dem Mac, was bei NAS nicht selbstverständlich ist. Standardmäßig können fünf Benutzer über die Benutzeroberfläche, die in Flash realisiert ist, verwaltet werden. Wer mehr benötigt, bekommt dies gegen einen Aufpreis von zehn Dollar.

Time Machine mit Anlaufschwierigkeiten

Verzweifeln könnte man, wenn man die Time Machine Unterstützung unter Mac-OS X Lion einsetzen möchte. Richtet man sich nämlich nach der Anleitung und benutzt das zugehörige Dienstprogramm von Seagate scheitert das ganze. Die aktuelle Firmware vorasgesetzt, reicht allerdings die Aktivierung im Menü "Computers Backup" und ein neuer Benutzer ohne Adminrechte. Dann klappt es mit der Time Machine ohne den Einrichtungsassitenten.

Zugriff auf die gespeicherten Daten hat man neben dem Mac und Web-Browser auch über eine App für iOS und Android sowie aus dem Internet. Den Zugriff aus dem Netz hat Seagate besonders einfach gestaltet: Beim Einrichten musste man einen weltweit einmaligen Namen vergeben, dieser ist über www.seagateshare.com/de erreichbar.

Für den Alltag gefällt die gute Datenrate von 28,5 MB/s beim Schreiben und 48,9 MB/s beim Lesen. Ebenso klappt das Backup mit Time Machine und das Wiederherstellen über drei Wochen im Test problemlos.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1378498