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Apple Airport Express: Kleines Netz-(Kraft)-Werk

27.06.2012 | 10:33 Uhr |

Apple hat das überarbeitete 2012er-Modell seiner WLAN-Station Airport Express in ein kleines Kraftwerk verwandelt. Wir zeigen Ihnen, welche pfiffigen Funktionen sich hinter dem Handflächen-großen Netzwerk-Router verbergen.

Apple hat Airport Express einige clevere Funktionen spendiert. Hinzugekommen ist ein zweiter Ethernet-Anschluss, die Möglichkeit, Dual-Band-WLAN zu nutzen sowie ein Gäste-Netzwerk aufzubauen. Im Gegensatz zu den beiden Vorgänger-Modellen dient die aktuelle Version für 99 Euro auch als Hauptbasis-Station, mit der sich andere Basis-Stationen über WLAN oder Ethernet verbinden können – bislang war dazu die Airport Extreme Basis-Station für 159 Euro notwendig.

 Zwei Ethernet-Ports

 Im Gegensatz zu der Vorgänger-Version ermöglicht der zweite Ethernet-Port gleichzeitig eine Wide-Areas-Network (WAN)-Verbindung zu einem Breitband-Modem oder größeren Netzwerk und eine Local-Area-Network (LAN)-Verbindung  zu einem Rechner via Ethernet oder einem Ethernet-Switch herzustellen. Die Datenübertragungsrate via Ethernet beläuft sich weiterhin auf 10/100 Mbps. WLAN-Geräte kommunizieren über die schnellst mögliche Geschwindigkeit und sind somit nicht von der Ethernet-Geschwindigkeitsbegrenzung betroffen.

Gleichzeitiges Dualband

Die 2008er-Version der WLAN-Station Airport Express unterstützt zwar den WLAN-Standard 802.11n, doch müssen Sie sich hier zwischen der Breitband-Frequenz 2,4 GHz und 5 GHz entscheiden. Das 2012er-Modell kommt nun mit beiden Bandbreiten gleichzeitig klar. So erreichen die mit dem Netzwerk verbundenen Geräte die höchstmögliche Geschwindigkeit – unabhängig davon, wo sie sich im Signalbereich befinden. Clever: Alternativ können Sie wahlweise die Breitband-Frequenz 2,4 GHz und 5 GHz getrennt nutzen. Dies eignet sich beispielsweise, um die 5-GHz-Bandbreite für den Datendurchsatz zu verwenden, während die 2,4 GHz-Bandbreite der Signalreichweite dient. Hinweis: Geräte wie das iPhone nutzen die Frequenz 2,4 GHz, Geräte wie iPad oder Mac funken wahlweise über die Frequenz 2,4 GHz oder 5 GHz.

Gästenetzwerk für Besucher

Die Gäste-Netzwerk-Funktion baut ein zweites virtuelles Netzwerk samt eigenem Service Set Identifier (SSID) auf. So können sich Besucher mit dem Internet verbinden, ohne dabei Zugang zum Haupt-Netzwerk beziehungsweise die darin befindlichen Daten zu erhalten.

Da die physikalischen Beschaffenheiten eines Hauses oder einer Wohnung wie Grundriss, Anzahl der Wände und Zimmer in der Regel variieren, ist es äußert schwierig, genaue Angaben über die Reichweite des WLAN-Signals zu machen. Tipp: Die kostenlose Software NetSpot ((Bitte Link einfügen: http://www.netspotapp.com/)) hilft Ihnen dabei, Ihr Heimnetzwerk zu optimieren und somit gegebenenfalls auf weitere Basis-Stationen als Signal-Verstärkungspunkte verzichten zu können.

 Einerseits kann sich jedes WLAN-fähige Gerät mit Airport Express verbinden. Andererseits müssen Sie die Einstellungen wie beispielsweise Hardware-Filter über das Airport-Dienstprogramm unter OS X vornehmen. Diese Option finden Sie im Finder, indem Sie auf „Programme“ in der Seitenleiste und danach auf „Dienstprogramme“ klicken. Hinweis: Unter Leopard und Snow Leopard benötigen Sie Airport-Dienstprogramm 5.6.1. Unter Lion ist die Version 6.1 Mindestvoraussetzung. Ist das Airport-Dienstprogramm nicht auf dem neuesten Stand, so weist Sie die Update-Funktion darauf hin und aktualisiert auf Wunsch das Tool.

 Anders als die Vorgänger-Modelle können Sie die aktuelle Version aufgrund ihres Gewichts nicht mehr länger direkt in die Steckdose stecken, sondern müssen auf ein Netzkabel zurückgreifen, das im Lieferumfang enthalten ist.

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