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Neue Macbooks

01.01.2008 | 15:37 Uhr |

Erst im Mai dieses Jahres hat Apple die Macbooks überarbeitet, nun steht schon die nächste Generation mit neuem Chipsatz vor der Tür. Besonders auf den schnelleren Onboard-Grafikchip GMA X3100 sind wir gespannt.

Macbook weiss
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© Apple

Im Mai war noch Enttäuschung zu spüren, als Apple die Macbooks mit neuer Technologie ausgestattet hatte. Was der Mac-Hersteller damals noch nicht wagte ist nun Realität: alle Macbooks enthalten nun den aktuellen Mobilchipsatz Santa Rosa von Intel. Einhergehend mit dem Umstieg auf den neuen Chipsatz passt Apple auch die Taktfrequenzen der Hauptprozessoren geringfügig an.

Schnellere Prozessoren

Leistungs- vergleich: Macbooks
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Das Einstiegsmodell bleibt dabei allerdings bei 2,0 Gigahertz, die beiden Top-versionen bekommen jedoch 40 Megahertz mehr spendiert (von 2,16 auf 2,2 GHz). Das ist nicht besonders viel, denn der Mac-Hersteller will den Abstand zu den mobilen Profi-Rechnern der Macbook-Pro-Reihe nicht zu sehr schrumpfen lassen. Diese beginnen derzeit bei 2,2 Gigahertz, man bekommt jedoch auch Modelle mit 2,4 und 2,6 Gigahertz. In diese Gefilde werden die Low-Cost-Macbooks sicher so schnell nicht vorstoßen.

Neuer Grafikchip mit mehr 3D-Leistung

Wichtiger als die 40 Megahertz mehr Takt wiegt der neue Grafikchip, der nun zusammen mit dem Santa-Rosa-Chipsatz zum Einsatz kommt. Intel nennt den Chip GMA X3100 und er soll deutlich mehr 3D-Leistung bieten. Genau dies war bislang der große Schwachpunkt der Macbooks.

Um es vorwegzunehmen: Der Chip ist spür- und messbar schneller als sein Vorgänger, doch vor der Leistung eines dedizierten Grafikchips von ATI oder Nvidia ist die Onboard-Grafik des Macbook weiterhin um Welten entfernt. Ein Beispiel: Das 3D-Ballerspiel Doom 3, selbst schon mehr als drei Jahre alt, bleibt in guter Bildqualität auf dem Macbook nach wie vor unspielbar. Schraubt man die Effekte und die Auflösung herunter, lässt es sich allerdings leidlich spielen. Weniger anspruchsvolle Spiele machen da schon eher Freude, doch insgesamt bleibt das Resumee: Das Macbook ist kein Freund anspruchsvoller Spiele.

Einige grafische Anwendungen, wie beispielsweise Imaginator von Stone Design oder Motion von Apple, setzen die 3D-Fähigkeiten des Grafikchips ebenfalls intensiv ein, um Berechnungen von 2D-Animationen und Filtern zu beschleunigen. Auch hier stellen wir spürbare Verbesserungen fest, aber zu den Profi-Macs können die Macbooks dabei noch lange nicht aufschließen.

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