Von André Personne - 05.03.2009, 12:24

Office gegen Open Office

Microsoft Office gegen Open Office

Das kostenlose Open Office ist für Heimanwender mittlerweile besser geeignet als Microsofts Büro-Standard.
Microsoft Office gilt als die Bürosoftware schlechthin. Unter Windows sowieso. Aber auch am Mac unter Mac-OS X. Selbst iWork konnte bislang - obwohl es als echtes Kind aus dem Hause Apple zweifelsfrei die besseren Chancen in der Fan-Gemeine hat - keinen nennenswerten Anteil vom Office-Kuchen ergattern. Gleiches galt für Open Office bis zur zweiten Version, lief doch die Software nur als X11-Anwendung mit wenig Mac-typischer Oberfläche. Seit der dritten Ausgabe ist Open Office eine native Mac-Anwendung und speziell als Power-PC- und Intel-Version verfügbar. Das merkt man in der Bedienung, der Stabilität und der Geschwindigkeit.

Erstkontakt

Der erste Kontakt zu Open Office ist leicht. Nach dem 175 Megabyte großen Download wird die Anwendung Mac-like in den Programme-Ordner verschoben. Fertig ist die Installation. Office hingegen kommt auf einer CD. Die erste Windows-artige Installation dauert bereits knapp 15 Minuten. Dabei werden auch Konfigurationsdateien in den geschützten Systembereich übertragen. Das Mac-typische "Löschen und sauber ist das System" ist bei MS Office also nicht möglich. Danach werden in mehreren Schritten noch weitere knapp 350 Megabyte - teilweise sicherheitsrelevante - Updates aus dem Internet nachgeladen. Insgesamt dauert es so bis zum ersten Start fast 40 Minuten.

Büroarbeit

Die Microsoft Suite beinhaltet für den Mac die Programme Word (Text), Excel (Tabelle) und Powerpoint (Präsentation). Dazu kommt noch Entourage, das Mac-OS X Pendant zum Mail-Manager Outlook, den es nur für Windows gibt. Für die drei Kernbereiche bietet auch Open Office die entsprechenden Module Write, Calc und Impress. Mail, Adressen und Termine werden nicht abgedeckt. Dafür gibt es unter Mac-OS X allerdings sowieso die passenden Anwendungen frei Haus. Deren Integration hat Microsoft selbst in der aktuellen Version von Entourage nicht realisiert. Zusätzlich enthält Open Office noch ein Datenbank-Tool und eine Grafikanwendung.
Microsoft scheint die Mac-Gemeinde nicht mit dem unter Windows verfügbaren Access belasten zu wollen. Und auch eine Grafikanwendung bleibt außen vor. Was den Funktionsumfang der Anwendungen in den Bereichen Text und Tabelle angeht, sind die Bestandteile, die 98 Prozent der Anwender nutzen in beiden Paketen vorhanden. An Powerpoint reicht der Open Office Präsentator Impress hingegen nicht heran. Das beginnt beim Umfang und geht bis zur Unterstützung der Mac-Fernbedienung, die nur Powerpoint bietet.
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