Von Ingo Böhme - 20.01.2011, 13:59

Office zum Nulltarif

Open Office gegen Lotus Symphony

Neben Office von Microsoft und iWork von Apple stehen dem Mac-Benutzer zwei oft weniger beachtete Büropakete aus der Open Source Gemeinde zur Seite. Das Beste an ihnen: Sie sind komplett kostenlos. Wir zeigt, was man von den Paketen erwarten kann und welchen Bedürfnissen sie nicht gerecht werden.
Während Apples Anwendungen als Pages, Numbers und Keynote über den Mac App Store mittlerweile separat ihren Weg auf den Mac finden und dort als eigenständige Applikationen arbeiten, sind Lotus Symphony und Open Office als Bürooberfläche angelegt. Man startet also nur eine Anwendung und sieht sich sofort im Text-, Tabellen- und Präsentationsumfeld.
Lotus Symphony orientiert sich vom Aufbau her an modernen Tab-orientierten Webbrowsern. Die Startseite zeigt alle möglichen Informationen. Neue Dokumente werden per Klick in einem separaten Tab als Brief, Präsentation oder Tabelle geöffnet. Vorlagen und Plug-ins lassen sich aus dem Web nachladen wie beispielsweise kostenlose Clipart-Grafiken. Während die Anwendung selbst komplett in Deutsch gehalten ist, sind die Service-Seiten nur in Englisch, allerdings auch sprachfremd simpel zu bedienen.
Open Office geht einen ähnlichen Weg. Auch hier begrüßt ein - allerdings etwas spröde gehaltenes - Startcenter den Benutzer. Dennoch ist es dem Funktionsumfang des Lotus-Eingangstores gleichwertig.
Beide Office-Pakete basieren auf Java und sind deshalb Plattform-unabhängig. Noch genauer ist Lotus Symphony ein Abkömmling von Open Office, das auf derselben Code-Basis aufbaut und lediglich die Oberfläche und das Handling nach eigener IBM-Philosophie angepasst hat.
Die Plattform-Unabhängigkeit hat wiederum zur Folge, dass die beiden Pakete sich auf den kleinsten gemeinsamen Nenner der drei wichtigen Betriebssysteme Mac-OS X, Linux und Windows beschränken müssen. Daher ist die Anmutung in beiden Fällen spröde und in keiner Weise mit nativen Mac-Programmen vergleichbar.
Beim Start sind beide Pakete deutlich langsamer als die Referenz Office 2011. Da Open Office als native Mac-Anwendung kompiliert ist, ist es allerdings etwas schneller arbeitsbereit als Lotus Symphony. Während Word jedoch ein neues Textdokument auf dem Referenzrechner in knapp fünf Sekunden öffnet, brauchen Open Office dafür zehn und Symphony sogar 16 Sekunden.
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